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Moers: Unbeteiligte Frau nach illegalem Autorennen gestorben

EXPRESS-Logo EXPRESS 26.04.2019 express
Eine 43-jährige Autofahrerin wurde am Ostermontag, 22. April 2019, auf der Bismarckstraße in Moers von einem schnell fahrenden Mercedes gerammt. Der Mercedesfahrer soll sich ein Rennen mit einem Range Rover geliefert haben. © Polizei Duisburg Eine 43-jährige Autofahrerin wurde am Ostermontag, 22. April 2019, auf der Bismarckstraße in Moers von einem schnell fahrenden Mercedes gerammt. Der Mercedesfahrer soll sich ein Rennen mit einem Range Rover geliefert haben.

Nach einem mutmaßlichen Autorennen in Moers ist eine unbeteiligte Autofahrerin ihren Verletzungen erlegen. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten, starb die 43 Jahre alte Frau am Donnerstag. Weitere Details zum Stand der Ermittlungen waren zunächst nicht bekannt.

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Am Abend des Ostermontag war die halsbrecherische Wettfahrt zwischen einem Mercedes und einem Range Rover in Moers in einem schrecklichen Unfall geendet. Die Polizei Duisburg hatte eine Mordkommission eingerichtet.

Was war passiert?

Gegen 21.50 Uhr fuhren der Mercedes und der Range Rover mit hohem Tempo über die Bismarckstraße in Moers. Der Mercedes raste dabei über die Gegenfahrbahn, versuchte offenbar, den ebenfalls hochmotorisierten Geländewagen zu überholen.

Autofahrerin bog ab, da raste ihr der Mercedes ins Heck

Die 43 Jahre alte Fahrerin eines alten Citroen Saxo rechnete jedenfalls nicht damit, dass ein Wagen auf der Spur heranrasen würde, auf die sie von der Donaustraße aus abbiegen wollte.

Der Mercedesfahrer bremste zwar noch, krachte aber mit seinem Wagen dem Saxo mit hoher Geschwindigkeit ins Heck.

Bild0026 © Polizei Duisburg Bild0026

Der Fahrer des Range Rover konnte rechtzeitig abbremsen, fuhr danach dann aber einfach weiter. Auch der Mercedesfahrer flüchtete vom Unfallort. Allerdings zu Fuß und humpelnd. Er war offenbar bei dem Mega-Crash auch verletzt worden.

Bild0011 © Polizei Duisburg Bild0011

Die Polizei fahndet nun nach den beiden Beteiligten. Offenbar liegt auch ein Hinweis auf das Kennzeichen des Range Rover vor. Überprüft werden nun die Halter und Personen, die üblicherweise Zugriff auf die Autos haben.

Polizei sucht noch Zeugen

Die Polizei sucht für die einwandfreie Identifizierung der Fahrer nach weiteren Zeugen. Vor allem solche, die den flüchtenden Mercedesfahrer gesehen haben.

Wird er ermittelt, könnte ihm eine Anklage wegen versuchten Mordes drohen.

Gerade erst ist in Berlin ein Prozess mit einer Mordverurteilung gegen zwei Autofahrer zu Ende gegangen, die bei einem illegalen Rennen einen Mann totgerast hatten.

Das Urteil ist zwar noch nicht rechtskräftig, könnte aber bei Bestätigung durch den Bundesgerichtshof ein Präzedenzfall für derartige Straftaten darstellen.

Jetzt sucht die Polizei die wichtigste Zeugin

Am Mittwoch meldete sich die Duisburger Mordkommission mit einem überraschenden Detail zu Wort: Es gibt eine Ersthelferin, die der zunächst schwerverletzten Frau zur Hilfe geeilt ist - und diese Helferin wird jetzt als Zeugin gesucht.

„Diese couragierte Zeugin soll zuvor im Bereich der Bahngleise mit einem Kleinwagen hinter einem weißen Range Rover gefahren sein", erläutert ein Polizeisprecher.„Die Unbekannte wird gebeten, sich beim Duisburger KK 11 unter der Telefonnummer 0203/280-0 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden."

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