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Mysteriöser Fund: EXPRESS entdeckte Kopf im Düsseldorfer Kö-Graben

EXPRESS-Logo EXPRESS vor 6 Tagen Ingo Schiweck
Was ist das für ein Kopf? Offenbar hat das geheimnisvolle Keramik-Objekt sehr lange im Kö-Graben gelegen. © Nicole Gehring Was ist das für ein Kopf? Offenbar hat das geheimnisvolle Keramik-Objekt sehr lange im Kö-Graben gelegen.

Truman Capote („Frühstück bei Tiffany“) meinte mal: „Ehe man den Kopf schüttelt, vergewissere man sich, ob man einen hat.“ Der EXPRESS hat einen. Sogar einen zu viel: den Kopf aus dem Kö-Graben.

Dieser algenbewachsene Keramik-Kopf ist ein Mysterium.

Schnelle Entwarnung: Es ist kein Menschenschädel!

Man schlendert ganz entspannt über die Kö – und dann steht da plötzlich ein Kopf?! Mir ist das jetzt passiert.

Auf Höhe der „Commerzbank“ schaue ich zum Kö-Graben runter. Auf den Steinen, auf denen normalerweise Enten und Wasserhühner sitzen, ist ein Kopf zu sehen. Klar, da liegt häufiger mal etwas, was da nicht wirklich hingehört: eine Bierflasche, ein Ball oder sogar ein Fahrrad. Einen Kopf habe ich da aber noch nie gesehen. Bis jetzt.

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Gut: Ich sehe sofort, dass der Kopf zwar lebensgroß aber nicht „echt“ ist. Also nichts Ekliges. Was ich aber auch sofort erkenne: Das ist kein billiger Buddhakopf vom Möbeldiscounter – da muss was anderes hinterstecken. Und ich möchte wissen, was das ist.

Sehr schwer und 25 Zentimeter hoch

Ich sorge erst mal dafür, dass der Kopf sicher die Böschung hochkommt. Dann kann ich ihn mir in Ruhe anschauen. Er ist schwer, mit einer Hand kann ich ihn kaum hochhalten.

EXPRESS_findet_Kopf_im_Duesseldorfer_Koe-Graben_2 © Nicole Gehring EXPRESS_findet_Kopf_im_Duesseldorfer_Koe-Graben_2

Der Kopf ist keramisch, mit seinem kurzen Hals 25 Zentimeter hoch, innen hohl. Das Haar liegt eng an, die Augenbrauen sind wulstig, die Augen leer, die Nase spitz. der Mund ist leicht geöffnet, so dass Wasser hindurchlaufen könnte.

Besonders auffällig: Eine Hälfte des Kö-Graben-Kopfs ist relativ sauber, die andere ziemlich stark mit Algen bewachsen. Offenbar hat der Kopf im Kö-Graben gelegen: eine Hälfte im Schlick, die andere – mit den Algen – nach oben, zur Wasseroberfläche.

Reporter stieß bei der Recherche nur auf weitere Fragen

Alles gut und schön Jetzt stehe ich aber da mit meinem Kopf. Wo kommt er bloß her? Wann ist er entstanden? Wer hat ihn gemacht? War er Teil eines Gebäudes in der näheren Umgebung, wurde im Krieg ins Wasser befördert? Oder hat ihn vielleicht ein frustrierter Künstler in den Kö-Graben geworfen?

Irgendwie mutet er ja expressionistisch an, ich fühle mich aber auch an ausdrucklose Gesichter in KZ-Denkmälern erinnert. Alleine komme ich da nicht weiter.

Selbst Experten rätseln über die Herkunft der Skulptur

Ich rufe verschiedene Fachleute in der Stadt an, schicke ihnen ein Bild des Fundstücks. Stadtarchiv-Chef Benedikt Mauer steht, wie ich, vor einem Rätsel. Zumindest eins kann er sagen: „Aufgrund des Materials glaube ich nicht, dass es sich um Fassadenschmuck handelt.“ Aber worum handelt es sich dann wohl?

Beim „Museum Kunstpalast“ versuche ich die Expertinnen aus der Reserve zu locken. Sie bleiben mir aber leider eine Antwort schuldig.

Wozu haben wir in Düsseldorf ein renommiertes Keramikmuseum? „Hetjens“-Direktorin Daniela Antonin legt sich denn auch mächtig ins Zeug. Ihre Vermutung: „Es könnte sich bei dem guten Stück um eine einfache Studie handeln, vielleicht um ein größeres Modell.“

Was steckt Ihrer Meinung nach hinter dem Kopf aus dem Kö-Graben?

Gibt es also womöglich irgendwo in Düsseldorf – oder auch woanders – ein Kunstwerk, für das der mysteriöse Kopf aus dem Kö-Graben die Vorlage war?

Die unbefriedigende Antwort: Ich weiß es immer noch nicht. Darum ein Aufruf an alle EXPRESS-Leser: Was steckt Ihrer Meinung nach hinter dem geheimnisvollen Kopf aus dem Kö-Graben (den wir der Stadt übergeben werden)? Schreiben Sie uns einfach. Die Mail-Adresse lautet: duesseldorf@express.de

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