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Nach mehr als 50 Jahren: Flugzeugwrack auf Gletscher entdeckt

DW-Logo DW 05.08.2022 dw.com

Es ist eine Folge des Klimawandels: In den Schweizer Alpen sind auf einem Gletscher Teile einer Propellermaschine aufgetaucht, die dort 1968 abgestürzt war.

Aletschgletscher im Kanton Wallis: Etwas seit langem Verschollenes ist wieder aufgetaucht © Andrea Soltermann/KEYSTONE/picture alliance Aletschgletscher im Kanton Wallis: Etwas seit langem Verschollenes ist wieder aufgetaucht

Dass Gletscher zuweilen nach langer Zeit etwas wieder freigeben, was sie einst verschluckt haben, wissen wir spätestens seit dem Fund des Steinzeitmenschen Ötzi am Niederjochferner in den Ötztaler Alpen. Nun ist bei einem anderen Gletscher und zwar in der Schweiz etwas seit langem Verschollenes wieder aufgetaucht: Mehr als 50 Jahre nach dem Absturz eines Kleinflugzeugs in den Schweizer Alpen hat der Aletschgletscher Trümmer der Maschine freigegeben.

Wie jetzt bekannt wurde, sind die Wrackteile am Donnerstag auf dem Gletscher im südwestlichen Kanton Wallis gefunden worden. Wie die Polizei mitteilte, gehören die Trümmer zu einer Propellermaschine vom Typ Piper Cherokee. Das Flugzeug mit der Registriernummer HB-OYL war dort am 30. Juni 1968 abgestürzt. Die Wrackteile sollen nun so schnell wie möglich geborgen werden. Auf Fotos, die die nahegelegene Berghütte Konkordia veröffentlicht hat, sind Landeklappen, Teile der Tragflächen und des Rumpfes zu sehen.


Video: Kollision in der Luft: Keine Überlebenden nach Flugzeugabsturz bei Las Vegas (KameraOne)

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Laut örtlichen Zeitungsberichten waren damals ein Lehrer, ein Arzt aus Zürich und dessen Sohn an Bord, als das Flugzeug 500 Meter südlich des Jungfraujochs zwischen den Gipfeln der Jungfrau und des Mönchs abstürzte. Die Leichen konnten seinerzeit geborgen werden, die Maschine jedoch nicht. "Zum Zeitpunkt des Unfalls hatte man beschränkte technische Möglichkeiten, die Wracks in schwierigem Gelände zu bergen", so die Walliser Polizei.

Klimawandel führte zur Entdeckung

Die Zeitung "24 Heures" berichtet, dass ein Bergführer das Wrack bei einer Tour in dem Gebiet entdeckt hat. Aufgrund des Klimawandels und der Gletscherschmelze hat sich die übliche Route des Bergführers geändert und führt nun an der Fundstelle der Flugzeugteile vorbei.

Wegen der im Zuge des Klimawandels abtauenden Gletscher sei es nicht unwahrscheinlich, dass weitere Flugzeugwracks oder Wrackteile gefunden würden, so die Polizei. Finder sollten diese aus Sicherheitsgründen nicht berühren, sondern die Fundstelle markieren und umgehend der Polizei melden.

AR/ack (afp, Polizei Wallis)

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