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Neue Schulordnung: Schule in Baden-Württemberg verbietet Jogginghosen im Unterricht

stern-Logo stern 21.03.2019
Jogginghosen gehören heute durchaus zur Mode – im Unterricht an der Kreuzerfeld-Realschule in Rottenburg haben sie dennoch nichts zu suchen © Picture Alliance/Lisa Forster/ Jogginghosen gehören heute durchaus zur Mode – im Unterricht an der Kreuzerfeld-Realschule in Rottenburg haben sie dennoch nichts zu suchen

Die Kreuzerfeld-Realschule in Rottenburg hat eine neue Schulordnung eingeführt, die für Diskussionen sorgt. Neben Jogginghosen sind unter anderem auch Chips, stark zuckerhaltige Getränke und Caps verboten.

Schuluniformen gibt es in Deutschland nicht. Hier dürfen Schüler tragen, was sie wollen – theoretisch. Eine Schule in Baden-Württemberg stellt dennoch Regeln für das Aussehen ihrer Schülerinnen und Schüler auf. "Wir kleiden uns in der Schule angemessen. Unsere schulische Kleidung unterscheidet sich von unserer Freizeitkleidung", heißt es in der neuen Schulordnung der Kreuzerfeld-Realschule in Rottenburg am Neckar. Zuerst hatte das "Schwäbische Tagblatt" über die Regelung berichtet.

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Damit stehen zum Beispiel Jogginghosen auf dem Index. Diese seien für einen "regnerischen Sonntagnachmittag zuhause auf der Couch" angemessen – nicht aber für den Unterricht, sagte Rektor Hartmut Schänzlin dem "Tagblatt". Ebenso sind den Schülern jetzt Chips und Baseballcaps verboten. Auch Energydrinks und stark koffein- und zuckerhaltige Getränke sind nicht mehr auf dem Schulhof erlaubt. Handys müssen von 7.45 Uhr bis 12 Uhr sowie von 14.15 Uhr bis zum Unterrichtsende ausgeschaltet werden, berichtet die "Bild"-Zeitung. Erlaubt sind Kopfbedeckungen, die aus religiösen Gründen getragen werden.

Neue Schulordnung: Bei Jogginghosen oder Caps drohen Strafarbeiten

An der Kreuzerfeld-Realschule habe es zur Einführung der neuen Schulordnung große Diskussionen gegeben, gibt Rektor Schänzlin zu – unter den Schülern wie auch bei deren Eltern. Auch ist ihm klar, dass das Regelwerk "auslegungsbedürftig" ist. Die neue Schulordnung ist seit mittlerweile knapp sieben Wochen in Kraft. Wer sich nicht an die Vorschriften hält, muss mit Strafen rechnen. So sollen Wiederholungstäter zu Strafarbeiten angehalten werden oder einen Eintrag ins Klassenbuch bekommen.

Das Regierungspräsidium in Tübingen, das für die Kreuzerfeld-Realschule zuständig ist, hat keinerlei Einwände gegen die neuen Regeln. Die Kleiderordnung sei durch den Erziehungs- und Bildungsauftrag der Schule gedeckt, sagte Schulsprecher Stefan Meißner. 

Quellen: "Schwäbisches Tagblatt" / "Bild"

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