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Nichts ist, wie es war: Frau geht ahnungslos joggen und macht furchtbare Entdeckung

Hamburger Morgenpost-Logo Hamburger Morgenpost 22.01.2019 mopo
Beim Joggen machte die Engländerin eine furchtbare Entdeckung. © picture alliance/dpa (Symbolbild) Beim Joggen machte die Engländerin eine furchtbare Entdeckung.

Als Jacqui Saunders am 17. Dezember 2018 in ihre Laufschuhe schlüpfte, ahnte sie nicht, dass diese Laufrunde ihr Leben für immer auf den Kopf stellen würde. 

Als sie durch die Straßen ihres Heimatorts Derbyshire joggte, sah sie einen Verkehrsunfall. Offensichtlich war ein Mann dabei ums Leben gekommen.

Jacqui Saunders sieht Unfall und ruft Ehemann John an

Ahnungslos rief sie ihren Ehemann, John Saunders, an. „Ich dachte, ich sollte ihn anrufen, um zu sagen, dass er glücklicherweise dem Unfall entkommen ist”, sagte sie der britischen Zeitung „Derbyshire Live”.

Doch als sie versuchte ihren Mann zu erreichen, stellte Jacqui fest, dass genau das Gegenteil der Fall war: Ihr Mann John (49) war dem Verkehrsunfall zum Opfer gefallen und hatte sein Leben verloren.

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John Saunders (49) stirbt in Verkehrsunfall 

Er war auf seinem Moped mit einem Range Rover zusammengestoßen. Die genaue Todesursache wird aktuell noch ermittelt.

Der Telesales-Manager bei SC Johnson hinterließ seine Ehefrau und acht Kinder. Die Familie trauert seitdem um den Verlust ihres geliebten Mannes und Vaters.

„Vater nahm sich immer Zeit für uns alle einzeln. Er hat mich immer umarmt, wenn ich reinkam. Es sind diese Momente, die ich am meisten vermisse”, sagt Tochter Kirsty Saunders.

Jacqui Saunders: „Wir konnten stundenlang reden”

Auch Ehefrau Jacqui kann nicht fassen, dass ihr Mann John, mit dem sie seit 26 Jahren verheiratet war, nicht mehr da ist.

Und obwohl es auch schwierige Zeiten gegeben habe, halte sie ihren Mann doch in guter Erinnerung.

Wir konnten stundenlang reden und hatten nie genug zu sagen. Die beste Erinnerung, die ich habe, ist, dass er mich zu Bryan Adams gebracht hat. Es ist nicht die außergewöhnlichste Sache, die wir jemals getan haben, aber es stand auf meiner Wunschliste ganz oben und er überraschte mich mit Tickets. Es war unser größter Date-Abend aller Zeiten.

Auch sein ältestes Kind, Stieftochter Anna (33), trauert um den gutherzigen Enthusiasten. Sie habe kürzlich geheiratet und sei froh, dass ihr Vater bei der Hochzeit von zumindest einem seiner Kinder habe dabei sein können.

Familie erhält „erstaunliche” Unterstützung von Öffentlichkeit

Am Vatertag habe die Familie ein letztes Mal zusammengefunden. „Alle Partner und Enkelkinder waren da. Wir mussten alle zwingen, ein Foto zu machen, aber ich bin so froh, dass wir es getan haben.”

Worüber sich die Familie seit dem Tod ihres Familienoberhaupts besonders freue, sei die große Unterstützung, die sie von der Öffentlichkeit erhalte. Diese bezeichnet Jacqui als „erstaunlich”.

Kritik an Polizeibeamten

Doch es gibt auch Kritik: Denn von der Polizei in Derbyshire fühlt sich Familie Saunders im Stich gelassen. Seit Johns Tod haben sie lediglich einen Beamten zu dem Vorfall gesehen und ein Heft ausgehändigt bekommen.

Ein Sprecher der Polizei von Derbyshire äußerte sich zu der Kritik: „Wir bei der Polizei von Derbyshire sind bestrebt, alle Familien zu unterstützen, die aufgrund von Unfällen im Straßenverkehr ums Leben gekommen sind.”

Er gibt jedoch zu, dass die Familie nicht die Unterstützung erhalten habe, die sie erwartet hat. Der Sprecher betont: „Dafür entschuldigen wir uns. Die Beamten standen in Kontakt mit der Familie Saunders und haben sich auf eine Vorgehensweise geeinigt.”

(ta)

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