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Peinlich, aber genial: Supermarkt lässt seinen Kunden mit Porno-Tüten keine andere Wahl

Berliner Kurier-Logo Berliner Kurier 12.06.2019 berliner-kurier
Mit peinlichen Aufdrucken auf seinen Tüten will ein kanadischer Supermarkt seine Kunden dazu bewegen, auf Plastik zu verzichten. © picture alliance / Alexia Angelo (Symbolbild) Mit peinlichen Aufdrucken auf seinen Tüten will ein kanadischer Supermarkt seine Kunden dazu bewegen, auf Plastik zu verzichten.

Während in Deutschland immer mehr Supermärkte auf Plastiktüten verzichten, die Politik hierzulande über eine spezielle Plastik-Steuer diskutiert und zuletzt auch Aldi ankündigte, zukünftig 1 Cent für Plastik-Obsttüten nehmen zu wollen (hier lesen), geht ein Supermarkt in Kanada einen sehr unkonventionellen Weg.

Denn statt auf Verbote oder Zusatzkosten setzt er im Kampf gegen den Plastik-Wahn auf peinliche Werbung, die keiner mit sich herumtragen möchte.

Einfache Tricks Weniger Plastik aus dem Supermarkt mitbringen – hier erklären wir, wie es geht

Kein Plastik mehr in Kanada ab 2021, so lautet die Ankündigung von Premier Justin Trudeau Anfang der Woche. Das beinhaltet nicht nur schädliche Strohhalme oder Geschirr, sondern auch die Plastiktüten im Supermarkt.

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Vancouver: Supermarkt druckt Peinlich-Werbung auf Plastiktüten

Und weil es oft nicht reicht, nur an das gute Gewissen der Kunden zu appellieren, versucht der „East West Market" in Vancouver mit einer genialen Idee, seine Kunden davon zu überzeugen, von Plastik die Finger zu lassen.

Auf Facebook hatte das Unternehmen ein Video seines Vorhabens gepostet. „Es ist schwer, immer an seine wiederverwendbare Tasche zu denken. Wer haben eine Plastik-Tüte entwickelt, die dabei hilft, nie wieder die Tasche zu vergessen”, heißt es zum Post des Supermarktes.

Denn wer dort zur Plastik-Tüte greift, zahlt nicht nur einen Aufpreis, sondern wird dazu gezwungen, mit peinlicher Werbung herumzuspazieren. Auf den Tüten nämlich stehen Slogans, die für Warzen-Pflegemittel, Dickdarm-Produkte oder Porno-Shops werben. „Willkommen in der Welt der seltsamen Erwachsenen-Videos“, steht dort etwa. Oder einfach „Warzensalben-Großhandel“.

Besitzer geht gegen Plastik vor: „Wollen Kunden nicht in Verlegenheit bringen”

David Lee Kwen, der Ladenbesitzer, besteht aber darauf, dass es nicht der sei, seine Kunden in Verlegenheit zu bringen. „Wir wollten ihnen etwas Humorvolles geben, aber auch etwas, das sie zum Nachdenken bringt“, erklärt er dem britischen „Guardian”.

Kwen hoffte zunächst, dass eine Gebühr für Einwegbeutel Kunden zum Umdenken bringt. Aber als die Fünf-Cent-Gebühr für die Tüte den Zweck verfehlte, versuchte er es mit einem anderen Ansatz.

Supermarkt-Kunden wollen jetzt die besonderen Taschen haben

Seine kuriose Idee aber führt nun zu einem ganz anderen unvorhergesehenen Nebeneffekt: „Einige Kunden wollen nun die Taschen haben, weil sie die Idee so lieben“, erklärt der Besitzer. Er glaube aber dennoch, dass sein Plan funktioniert. „Es ist ein zweischneidiges Schwert.“

Das hat ihn zu einem weiteren Plan bewogen: Er will die kuriose Werbung auf Leinentaschen übertragen. „Wir wollten ein Umwelt-Problem lösen, stattdessen haben wir unsere Taschen populär gemacht. Unsere Idee war wohl etwas zu großartig.“ 

Täglich landet eine Tonne Plastik aus Deutschland im Meer

Jede Minute landen weltweit 24 Tonnen Plastik im Meer, davon alleine in Deutschland täglich eine Tonne – mit fatalen Folgen für Natur und Menschheit. Wale, Delfine und andere Meeresbewohner verfangen sich in Plastikteilen und verenden, Korallen werden durch den schwimmenden Abfall zerstört. Da Fische Plastik für Nahrung halten, gelangt es außerdem auch in die Nahrungskette.

(mg)

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