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Plötzlich reich: 225.000 Euro Lohn bringen Putzfrau vor Gericht

Hamburger Morgenpost-Logo Hamburger Morgenpost 08.11.2019 mopo
Die Putzfrau erhielt fälschlicherweise zu viel Lohn und landete jetzt vor Gericht. (Symbolbild) © picture alliance/dpa Die Putzfrau erhielt fälschlicherweise zu viel Lohn und landete jetzt vor Gericht. (Symbolbild)

Erst putzte sie, dann erpresste sie. Nachdem ihr fälschlicherweise 225.000 Euro überwiesen wurden, weigerte sich die 27-jährige Putzfrau Hristina G., ihrem Chef das Geld zurückzuzahlen. 

Ganz nach dem Motto: Wenn schon Falsch-Zahlung, dann auch davon profitieren, zögerte Hristina G. die Rückzahlung immer wieder hinaus – dann wollte sie auf einmal einen Teil des Geldes behalten. 

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Für ihren Chef ein klarer Fall von Erpressung. Die Staatsanwaltschaft stimmte ihm zu und der Fall landete vor Gericht. Beim Amtsgericht in Osnabrück lautete die Anklage „versuchte Erpressung”. 

225.000-Euro-Lohn war ein Systemfehler

Dass es überhaupt soweit kommen konnte, verdankt die Putzfrau einer Mitarbeiterin der Reinigungsfirma. Statt der üblichen Überweisungssumme von 340 Euro setzte die Mitarbeiterin die Personalnummer von Hristina G. ein. 

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1200 Euro Geldstrafe sollte die Putzfrau zahlen – machte sie aber nicht, denn der Staatsanwaltschaft war die Strafe zu niedrig, sie ging in Berufung. Putzfrau Hristina G. zog nach und meldete auch Berufung an. 

Putzfrau fährt statt zum Gericht nach Bulgarien

Im Sommer stand dann der Berufungstermin an – und wurde direkt wieder verschoben. Die gebürtige Bulgarin war in ihre Heimat abgereist. Es kam zur erneuten Anhörung und wieder fehlte die Angeklagte. Dann der Entschluss: Beide Berufungen werden zurückgezogen. 

Trotz Fehlen vor Gericht – Putzfrau muss zahlen

Das Geld muss Hristina G. trotzdem an ihren Arbeitgeber zurückzahlen. Leichter gesagt als getan, denn von der Gesamtsumme sollen bereits 100.000 Euro fehlen. Gegenüber RTL sagte die Anwältin der Putzfrau: „Meine Mandantin hat Geld abgehoben, es weiter überwiesen, es sind auch Pfändungen auf ihrem Konto gewesen, die dann natürlich abgeflossen sind.”

Blöd gelaufen für den Chef der Reinigungsfirma, der bleibt jetzt nämlich möglicherweise auf seinen entstandenen Kosten sitzen. Und auch Hristina G. muss sich erstmal neu orientieren, ihren Job bei der Reinigungsfirma ist sie jedenfalls los. (sj)

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