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Polizei nimmt mutmaßlichen Schützen von Utrecht fest

dw.com-Logo dw.com 18.03.2019 dw.com

Bei einem Angriff in Utrecht sind mindestens drei Menschen getötet worden. Der niederländische Ministerpräsident sprach von einem "Anschlag", die Polizei schloss aber auch eine Beziehungstat nicht aus.

Polizei und Rettungskräfte am Platz des 24. Oktober in Utrecht © Getty Images/AFP/R. V. Lonkhuijsen Polizei und Rettungskräfte am Platz des 24. Oktober in Utrecht

Bei einem Angriff in der niederländischen Stadt Utrecht sind mindestens drei Menschen getötet worden. Das teilte der Bürgermeister in einer Videobotschaft mit, auch die Polizei bestätigte dies. Außerdem seien fünf Menschen verletzt worden. Am Abend nahm die Polizei den mutmaßlichen Schützen fest. Es soll sich um den 37-jährigen Mann handeln, den die Behörden den Tag über gesucht haben.

Am Vormittag hatte es mehrere Schüsse in einer Straßenbahn gegeben. Hubschrauber waren vor Ort, die Ermittlungen liefen auf Hochtouren. Laut Polizei kann ein terroristischer Hintergrund nicht ausgeschlossen werden, auch der Bürgermeister sprach von einem terroristischen Motiv. Die Behörden hoben vorsorglich die Terrorwarnstufe in der Provinz Utrecht auf den höchsten Wert an. Die Polizei teilte allerdings am Nachmittag mit, sie könne einen privaten Hintergrund nicht ausschließen. "Es könnte auch sein, dass es eine Beziehungstat ist", sagte Polizeisprecher.

Zugleich gaben die Behörden am Nachmittag eine erste Entwarnung: Die Menschen, die zuvor aufgerufen waren, zuhause zu bleiben, könnten wieder auf die Straße gehen.

Die niederländische Militärpolizei verstärkte außerdem am nationalen Flughafen Schiphol und anderen öffentlichen Gebäuden die Sicherheitsmaßnahmen. Angesichts der höchsten Terroralarmstufe in der Region wurde auch im niederländischen Regierungszentrum in Den Haag vor dem Parlament und dem Amtssitz des Ministerpräsidenten die Polizeipräsenz aufgestockt.

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Ministerpräsident besorgt

Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte bezeichnete die Schüsse in einer Straßenbahn in Utrecht als Anschlag. Rutte schloss in einer kurzen Pressekonferenz in Den Haag einen terroristischen Hintergrund nicht aus. "Unser Land ist heute durch einen Anschlag aufgeschreckt worden", sagte Rutte. Gewalt habe unschuldige Menschen getroffen. "Ein Terrorakt ist ein Angriff auf unsere Zivilisation." Es werde alles versucht, um den oder die Täter zu fassen. "Wir werden nie vor Intoleranz weichen", sagte der Mitte-Rechts-Politiker

Rettungskräfte waren schnell vor Ort © picture-alliance/ANP/R. V. Lonkhuijsen Rettungskräfte waren schnell vor Ort

Der belgische Regierungschef Charles Michel bot unterdessen dem Nachbarland Hilfe an. "Wir sind bereit zu helfen, wo wir können", schrieb Michel auf Twitter. Die Sicherheitsbehörden seien aufmerksam und würden die Situation in Utrecht genau verfolgen.

Bundespolizei kontrolliert Grenze

Die Bundespolizei kontrollierte derweil an Straßen und in Zügen an der deutschen Grenze. "Wir haben unsere Fahndungsmaßnahmen hochgefahren, nachdem wir informiert wurden", sagte ein Sprecher der Bundespolizei in Kleve, die nahe der Grenze zu den Niederlanden liegt. Alle verfügbaren Beamten seien im Einsatz, außerdem verstärkten Beamte der Landespolizei Nordrhein-Westfalen die Teams.

Schwerpunkt sei die Autobahn 3, aber auch an anderen Autobahnen, an Bundesstraßen und an kleinen Grenzübergängen stünden Beamte. Auch bei grenzüberschreitenden Bahnverbindungen gebe es Kontrollen.

jmw/rb (dpa, afp, rtr)

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