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Prozess ab Donnerstag in Berlin : Terrorverdächtiger aus Amri-Umfeld vor Gericht

Tagesspiegel-Logo Tagesspiegel vor 4 Tagen

Der 31-jährige Magomed-Ali C. soll einen Anschlag in Berlin geplant haben. Wegen der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat ist er nun angeklagt.

Vor dem Berliner Kammergericht beginnt am Donnerstag der Prozess gegen Magomed-Ali C.. © Foto: Robert Schlesinger/dpa Vor dem Berliner Kammergericht beginnt am Donnerstag der Prozess gegen Magomed-Ali C..

Komplizen, Sprengstoff, ein mögliches Ziel: Magomed-Ali C. hatte Ermittlern zufolge sehr genaue Vorstellungen davon, wie er seinen islamistisch motivierten Anschlag in Berlin Ende 2016 umsetzen wollte. Dieser Überzeugung ist die Bundesanwaltschaft, die den 31-Jährigen wegen der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat anklagte. An seinen Plänen soll zeitweilig auch der Breitscheidplatz-Attentäter Anis Amri beteiligt gewesen sein. Am Donnerstag beginnt der Prozess gegen C. vor dem Berliner Kammergericht.

Der 31-Jährige stammt aus der russischen Kaukasusrepublik Dagestan, den Ermittlungen der Bundesanwaltschaft zufolge kam er Ende 2011 nach Deutschland. In Berlin bewegte er sich demnach im Umfeld des mittlerweile verbotenen Moscheevereins Fussilet 33. Aus dem Dunstkreis des Vereins stehen immer wieder mutmaßliche Terrorunterstützer vor Gericht.

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C. beschloss den Ermittlungen zufolge, sich der Dschihadisten-Miliz Islamischer Staat (IS) in Syrien anzuschließen. Seine Ausreise scheiterte allerdings: Das Berliner Landeskriminalamt war auf ihn aufmerksam geworden.

Schließlich plante er demnach einen Anschlag in Berlin. Mögliches Ziel war den Angaben zufolge das Berliner Einkaufszentrum "Gesundbrunnen-Center". Auf der Suche nach Mittätern sollen er und sein Komplize Clément B. auch in Kontakt mit Amri gekommen sein, der sich Anfang Oktober 2016 ihrem Anschlagsvorhaben angeschlossen haben soll.

Magomed-Ali C. wurde im August 2018 festgenommen

C. soll "eine für die Durchführung eines Anschlags notwendige Menge" des Sprengstoffs TATP in seiner Wohnung im Stadtteil Pankow bereit gehalten haben. Der Sprengstoff wird immer wieder bei Anschlägen oder Anschlagsversuchen verwendet, auch die Paris-Attentäter trugen am 13. November 2015 Sprengstoffgürtel mit der Substanz.

Aus Angst vor einer Wohnungsdurchsuchung brachen B. und C. ihre Anschlagspläne laut Anklage Ende Oktober ab, B. reiste nach Frankreich. Er wurde im April 2017 in Marseille zusammen mit einem anderen Verdächtigen festgenommen. Bei ihnen wurden Sprengstoff, Waffen, Munition und eine IS-Flagge gefunden.

Amri verübte schließlich im Dezember 2016 den Anschlag auf dem Berliner Breitscheidplatz mit zwölf Toten. Er handelte dabei laut Bundesanwaltschaft "ohne Kenntnis" von B. und C., der schließlich im August 2018 in Berlin festgenommen wurde. Für den nun beginnenden Prozess gegen C. sind rund 40 Termine vorgesehen. (AFP)

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