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Rheinländer finden römischen Münzschatz auf einem Acker

WELT-Logo WELT 12.10.2018
Antiker Münzenfund © dpa/Lothar Kornblume Antiker Münzenfund

Der Fund gibt Archäologen Rätsel auf: Schatzsucher haben auf einem Acker in Mönchengladbach Münzen aus der späten Römerzeit entdeckt. Inzwischen wurden 1200 Geldstücke geborgen. Nicht nur der Fundort ist ungewöhnlich.

Auf einem Acker am Niederrhein sind Schatzsucher auf mehr als 1200 Münzen aus der späten Römerzeit gestoßen. Der Fund gibt den Archäologen Rätsel auf. Das Kupfer-Kleingeld stammt aus dem 4. und 5. Jahrhundert, wie der Landschaftsverband mitteilte. Die ehrlichen Finder hatten die Münzen mit Metalldetektoren auf einem Acker in Mönchengladbach entdeckt. Mittlerweile wurden über 1200 antike Geldstücke geborgen.

Als das Kleingeld damals versteckt wurde, hatte es den Angaben nach einen Wert von sieben Tageslöhnen eines Arbeiters. Das war zum Ende der Römerzeit, als es schon viele Ansiedlungen von den Franken gab.

Warum das Geld aber nicht wieder abgeholt wurde, ist eine der Fragen, die sich die Wissenschaftler stellen. Nachdem zu den Römern bisher vor allem am Rhein geforscht wurde, lenke der Fund den Fokus auf das Hinterland, teilte das Rheinische Amt für Bodendenkmalpflege mit.

Hinweis auf "dramatische Ereignisse"

"Man darf wohl am Ende der römischen Herrschaft hier im Rheinland dramatische Ereignisse vermuten, wenn jemand sein Geld versteckt und es nicht wieder abholt", sagte NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach (CDU).

Sie lobte das Verhalten der beiden ehrlichen Finder: Die Männer seien nicht nur offiziell lizensierte Schatzsucher. "Sie hatten auch den Landwirt vor ihrer Suchaktion auf dessen Acker nach Erlaubnis gefragt." Mit ihrem Fund hätten sie "neues Wissen über unsere Heimat entdeckt".

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