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RKI registriert 20.407 Corona-Neuinfektionen und 306 weitere Tote

WELT-Logo WELT 08.04.2021
In vielen Kommunen droht ein ständiger Wechsel aus Lockdown und Lockerungen. Wenn die Inzidenz sinkt, wird die Notbremse wieder gelöst. Der CDU-Vorsitzende Armin Laschet hatte sich für einen „Brücken-Lockdown“ ausgesprochen. Laut Söder sei das auch die Linie von ihm und der Bundeskanzlerin. Quelle: WELT © WELT In vielen Kommunen droht ein ständiger Wechsel aus Lockdown und Lockerungen. Wenn die Inzidenz sinkt, wird die Notbremse wieder gelöst. Der CDU-Vorsitzende Armin Laschet hatte sich für einen „Brücken-Lockdown“ ausgesprochen. Laut Söder sei das auch die Linie von ihm und der Bundeskanzlerin. Quelle: WELT

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 20.407 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 306 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI von Donnerstagmorgen hervor. Das RKI geht jedoch davon aus, dass sich rund um die Osterfeiertage weniger Menschen testen ließen, was zu einer geringeren Meldezahl an die Gesundheitsämter führe. Zudem könne es sein, dass nicht alle Gesundheitsämter an allen Tagen Daten an das RKI übermittelten.

Coronavirus © Infografik Die Welt/Steinröder Coronavirus

Vor genau einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 24.300 Neuinfektionen und 201 neue Todesfälle verzeichnet. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Donnerstagmorgen bundesweit bei 105,7. Am Vortag gab das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 110,1 an.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.930.852 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.631.400 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 77.707.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Mittwochabend bei 0,76 (Vortag: 0,81). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 76 weitere Menschen anstecken. Eine Absenkung des R-Werts könne auch mit den Osterfeiertagen zusammenhängen, schreibt das RKI. „Die Werte können erst in einigen Tagen bewertet werden.“

Zahl der Corona-Intensivpatienten auf höchstem Stand seit zwei Monaten

Über die Osterfeiertage gab es einen Zuwachs der Corona-Intensivpatienten. Die Zahl ist nach Angaben der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) deutlich gestiegen. Sie beträgt nach Angaben vom Mittwoch nun 4439 nach 4355 am Vortag. Das ist die höchste Zahl seit Anfang Februar. Knapp 56 Prozent der Covid-Patienten auf Intensivstation werden invasiv beatmet.

Anfang Januar erreichte die Zahl der Covid-Intensivpatienten einen Höhepunkt mit mehr als 5500 Fällen. Mit dem Abschwellen der zweiten Welle ging diese Zahl deutlich zurück, Anfang März waren es weniger als 3000 Patienten. Mit der steigenden Zahl an Neuinfektionen in der dritten Welle geht auch die Zahl der Intensivpatienten nun wieder nach oben. Dies geschieht mit Verzögerung, auch weil zwischen einer Infektion und einer Einlieferung ins Krankenhaus einige Zeit vergeht.

Coronavirus in Europa

Polen verlängert seine Corona-Beschränkungen bis zum 18. April. Die Situation in den Krankenhäusern sei weiterhin sehr schwierig, sagte Gesundheitsminister Adam Niedzielski am Mittwoch in Warschau. Dies gelte vor allem für die Region Schlesien. Nach Angaben des Ministeriums werden derzeit landesweit rund 34.700 Covid-Patienten in den Kliniken behandelt – so viele wie nie zuvor seit Beginn der Pandemie. Mehr als 3300 von ihnen müssen künstlich beatmet werden. Schulen und Kindergärten bleiben weiter geschlossen, auch Friseure und Kosmetikstudios dürfen nicht öffnen.

Das Nachbarland kämpft derzeit mit der dritten Welle der Corona-Pandemie. In der vergangenen Woche hatte die Zahl der täglichen Neuinfektionen den Rekordwert von 35.251 erreicht. Am Mittwoch meldete das Gesundheitsministerium 14.910 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden, im selben Zeitraum starben 638 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus. Niedzielski sagte, dieser Rückgang sei noch kein hinreichender Hinweis, um die Restriktionen zu lockern.

Coronavirus weltweit

Der Iran hat am Mittwoch knapp 21.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet und damit den zweiten Tag in Folge einen Rekordwert erreicht. Eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums erklärte, weitere 193 Menschen seien an Covid-19 gestorben, womit die Gesamtzahl der offiziell bestätigten Todesopfer auf 63.699 stieg. Das Land befindet sich in der inzwischen vierten Welle.

Zuvor hatten Millionen Menschen mit ihren Verwandten das persische Neujahrsfest gefeiert und waren während der zweiwöchigen Ferien verreist, obwohl die Regierung davon dringend abgeraten hatte. Gleichzeitig kommen die Impfungen nicht voran. Bisher wurden im Iran mit seinen 84 Millionen Einwohnern nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation erst gut 200.000 Impfdosen verabreicht.

Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie sind in Brasilien mehr als 4000 Tote durch Covid-19 binnen eines Tages verzeichnet worden. Wie das Gesundheitsministerium in Brasília am Dienstag (Ortszeit) mitteilte, starben innerhalb von 24 Stunden landesweit 4195 weitere Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus. Die Zahl der Corona-Toten in dem Land insgesamt erhöhte sich damit auf fast 337.000.

Das brasilianische Gesundheitssystem leidet massiv unter der aktuellen Infektionswelle. In 18 der 27 Bundesstaaten sind laut dem Gesundheitsinstitut Fiocruz die Intensivstationen zu mehr als 90 Prozent belegt. In fast allen anderen liegt die Auslastung der Intensivstationen demnach bei mehr als 80 Prozent. Experten führen die dramatische Infektionslage teilweise auf die Corona-Variante P1 zurück.

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