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Schimmel, Dreck und Chaos – Zara-Mitarbeiter packen aus 😱

Brigitte-Logo Brigitte 14.02.2018 Susanne Schumann
Zara unter Beschuss: Mitarbeiter klagen ĂŒber Schimmel © Shutterstock/Nataly Reinch Zara unter Beschuss: Mitarbeiter klagen ĂŒber Schimmel

Ausgerechnet Zara! Laut Aussagen (und Beweisfotos) von Mitarbeitern versinken einige Filialen der Modehauskette geradezu in Dreck. Und zwar vor allem da, wo es der Kunde nicht sieht. 

Dass es in dem einen oder anderen Modehaus nicht immer ganz reinlich zugeht, wissen wir alle. Sagen wir mal so: Wenn wir einen Pulli anprobieren wollen und darauf nur fremde Haare finden, haben wir es verdammt gut getroffen ...

Was Mitarbeiter jetzt aber ĂŒber einige Zara-Filialen ausgepackt haben, ist noch mal von einer anderen QualitĂ€t: Dabei geht es nĂ€mlich nicht um unhygienische Kunden, sondern um ein grundsĂ€tzliches Reinlichkeitsproblem auf Unternehmensseite.

Spart Zara an der falschen Stelle?

Wie ein Zara-VerkĂ€ufer aus MĂŒnchen gegenĂŒber der "Bild" sagte, habe es in der Filiale in der Leopoldstraße seit mindestens zwei Jahren keine Grundreinigung gegeben. Dabei seien sogar eigentlich zwei Grundreinigungen pro Jahr vorgeschrieben. Auch das regulĂ€re Reinigungsteam bestehe – angeblich wegen krankheitsbedingter AusfĂ€lle – seit Wochen aus gerade einmal zwei, statt aus fĂŒnf Personen.

Die Fotos, die der Mitarbeiter der "Bild" mitlieferte, stĂŒtzen seine Aussagen ekelerregend eindrucksvoll: In Kassenbereich und MitarbeiterrĂ€umen sieht es aus wie auf einem lange nicht mehr betretenen Dachboden oder Keller. Überall MĂŒll und Dreck, dazu stapelweise vor sich hin schimmelnde Kartons. So viel ist klar: DAS ist nicht das Ergebnis von ein paar Wochen krankheitsbedingter AusfĂ€lle ...

Risiko fĂŒr die Gesundheit – Betriebsrat alarmiert 

Da gerade der Schimmel eine echte GesundheitsgefĂ€hrdung darstellt, haben die Mitarbeiter lĂ€ngst die BetriebsĂ€rztin ĂŒber die ZustĂ€nde informiert. Sie sei bereits im Austausch mit der Zara-Zentrale in Hamburg und man habe ihr versichert, dass sowohl an dem akuten Problem in MĂŒnchen als auch an einer langfristigen Lösung gearbeitet werde, um so etwas in Zukunft zu vermeiden, sagte sie der "Bild".

Eine Unternehmenssprecherin von Zara Ă€ußerte sich gegenĂŒber der Zeitung allerdings weniger einsichtig: "Die gezeigten Aufnahmen bilden nicht die RealitĂ€t unserer Filialen in Deutschland ab. Sauberkeit und Ordnung sind wesentliche organisatorische Aspekte in unseren Filialen." Nur: Wie kommt ein Zara-Mitarbeiter an solche Ekelbilder, wenn die RealitĂ€t doch so sauber ist? đŸ€”

Auf jeden Fall muss Zara jetzt ran, sonst steigt dem Unternehmen nĂ€mlich auch der Betriebsrat aufs Dach. Verdi-GewerkschaftssekretĂ€r Dominik Datz, dem die Beschwerden der Mitarbeiter nach eigener Aussage nicht neu seien, droht: "Mindest-Hygiene-Standards und der Arbeitsschutz mĂŒssen in den betroffenen Filialen sofort eingehalten werden. Ansonsten wird Zara durch die BetriebsrĂ€te verklagt!"

Hoffen wir mal, dass es sich bei der Filiale in der Leopoldstraße doch um ein einziges schwarzes Schaf in der Zara-Herde handelt, und dass die Fotos des Mitarbeiters eine absolute Ausnahme und Momentaufnahme zeigen. Dann wird das Unternehmen das Problem sicher schnell in den Griff bekommen.

Ansonsten dĂŒrfte auch Kunden irgendwann die Lust aufs Shoppen bei Zara vergehen. Denn wenn die mangelnde Hygiene unternehmensseitig System hat, wird sich das vermutlich spĂ€testens nach dem Vorstoß der MĂŒnchener Mitarbeiter rumsprechen und verbreiten – so ist das nĂ€mlich immer bei Schimmel.  

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