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Schlafender Student setzt Wohnungen unter Wasser

DIE WELT-Logo DIE WELT 17.02.2017
Neckartower in Villingen-Schwenningen © Wikipedia/Okmijnuhb/CC-SA-BY 3.0 Neckartower in Villingen-Schwenningen

Er ging ins Bad und löste damit einen Feuerwehreinsatz aus. In einem Studenten-Appartment bot sich den Einsatzkräften zunächst ein erschreckendes Bild – mit harmloser Ursache. Es bleibt ein Wasserschaden.

Im baden-württembergischen Villingen-Schwenningen hat ein Student unfreiwillig den Abfluss seiner Dusche verstopft und damit einen Feuerwehr- und Notarzteinsatz ausgelöst. Die moderne 13-stöckige verglaste Anlage, der sogenannte Neckartower, in dem auch Studenten wohnen, musste am Donnerstagmorgen kurzfristig geräumt werden. Das berichtete die örtliche Feuerwehr am Freitag.

Um 5.40 Uhr habe der Brandmelder des Appartments 32 im dritten Stock Alarm ausgelöst, sagte ein Mitarbeiter der Feuerwehr, der bei dem Einsatz dabei war. Als die Rettungskräfte ankamen, standen etwa 30 Studenten vor dem Haus, die von dem ausgelösten Alarm aufgeschreckt worden waren. In der Wohnung im dritten Stock tropfte Wasser von der Decke.

Die Bewohnerin hatte darum Eimer aufgestellt und ihre Unterkunft aus Angst verlassen. Die Einsatzkräfte erkannten, dass das Wasser aus dem Appartment darüber kam, durch den Rauchmelder gelaufen war und diesen dadurch ausgelöst hatte. Als nach mehrfachem Klingeln und Klopfen im vierten Stock niemand aufmachte, öffnete die Feuerwehr selbst die Tür.

"Wir sahen zwei Füße im Flur"

Dort bot sich ihnen ein erschreckendes Bild. "Wir sahen zwei Füße, die in den Flur ragten", berichtete der Feuerwehrmann der "Welt". Diese gehörten zu einem Studenten, der regungslos in der ebenerdigen Dusche lag, mit dem Rücken an der Wand, während das Wasser weiter aus der Brause lief. Die Wohnung stand unter Wasser.

Der herbeigerufene Notarzt stellte dann allerdings fest, dass der Mann nicht verletzt war, sondern nur tief und fest schlief. Er sei "erheblich betrunken" gewesen und hatte von dem Alarm nichts mitbekommen, den er selbst ausgelöst hatte. Und zwar mit seinem Hinterteil, das den Abfluss der Dusche blockierte. Somit konnte das Wasser nach Schätzungen der Feuerwehr seit mindestens 5 Uhr, möglicherweise schon seit 4.30 Uhr aus der randlosen Dusche in die anderen Wohnungen laufen. Die Feuerwehr saugte das Wasser ab und musste um 7.15 Uhr nochmals ausrücken, weil das Wasser in den Zwischendecken weitere Brandmelder auslöste.

Die fünf betroffenen Studentenappartments mussten vorläufig geräumt und die Studenten woanders untergebracht werden. Auf den Mann könnten nun erhebliche Kosten zukommen. Die Rauchmelder müssen ausgetauscht werden und derzeit wird geprüft, ob die elektronische Anlage beschädigt wurde. Möglicherweise müssen Wände und Zwischendecken repariert werden, um Schimmelbildung zu verhindern. Ein Gutachter stellt jetzt die Schadenshöhe fest. Ob der Mann versichert ist, ist noch unklar. In jedem Fall muss er die etwa 800 Euro für den Feuerwehreinsatz tragen.

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