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Sonderermittler macht der Polizei im Fall Amri schwere Vorwürfe

SZ.de-Logo SZ.de 12.10.2017
Polizisten stehen vor dem zerstörten LKW am Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz in Berlin. © dpa Polizisten stehen vor dem zerstörten LKW am Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz in Berlin.

• Der vom Berliner Senat beauftragte Sonderermittler macht in seinem Abschlussbericht der Polizei in Berlin, aber auch in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen, schwere Vorwürfe.

• Anis Amri, der als sogenannter Gefährder bekannt war, hätte demnach wegen seines Drogenhandels und gefälschter Ausweise viel früher verhaftet werden können.

• Der Terrorist hat bei seinem Anschlag auf Besucher eines Berliner Weihnachtsmarkts 12 Menschen getötet und mehr als 60 weitere verletzt.

Zehn Monate nach dem islamistischen Terroranschlag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt hat ein Sonderermittler erneut zahlreiche schwere Fehler von Polizeibehörden und anderen Stellen festgestellt.

Am 19. Dezember hatte Anis Amri einen gestohlenen Lkw in die feiernde Menschenmenge auf dem Weihnachtsmarkt an der Berliner Gedächtniskirche gefahren, er tötete zwölf Menschen und verletzte 60 weitere.

Weil sich Anis Amri rasch als behördenbekannt herausstellte, beauftragte der Berliner Senat den früheren Bundesanwalt Bruno Jost, das Handeln der Behörden kritisch zu durchleuchten.

Jost kritisierte am Donnerstag bei der Vorstellung seines Abschlussberichts zu den Ermittlungen besonders die Berliner Kriminalpolizei, aber auch die Polizei in Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Amri, der als sogenannter islamistischer Gefährder bekannt war, hätte wegen seines Drogenhandels und gefälschter Ausweise höchstwahrscheinlich verhaftet und in Untersuchungshaft gesperrt werden können, sagte Jost.

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