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Täter von Halle drehte ein Video und lud es im Internet hoch

SZ.de-Logo SZ.de 09.10.2019 Von Georg Mascolo
Polizisten mit Schutzhelmen sichern den Bereich am jüdischen Friedhof in Halle (Saale). © dpa Polizisten mit Schutzhelmen sichern den Bereich am jüdischen Friedhof in Halle (Saale).

Nach den bisherigen Erkenntnissen handelt es sich um einen Einzeltäter. Ein rechtsextremer Hintergrund gilt inzwischen als höchstwahrscheinlich.

Nach den tödlichen Schüssen in Halle an der Saale gibt es neue Erkenntnisse: Wie NDR, WDR und Süddeutsche Zeitung aus Sicherheitskreisen erfuhren, heißt der Täter Stephan B. und ist deutscher Staatsbürger. Er drehte offenbar ein Video der Tat und lud dieses im Internet hoch. Es liegt den Ermittlungsbehörden inzwischen vor. Das Vorgehen erinnert nach Angaben aus Sicherheitskreisen an das Vorgehen des Täters im neuseeländischen Christchurch - der allerdings streamte seine Tat live.

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Nach den bisherigen Erkenntnissen handelt es sich wohl um einen Einzeltäter. Es wird allerdings weiter ermittelt. Ein rechtsextremer Hintergrund gilt inzwischen als höchstwahrscheinlich. Bundesinnenminister Horst Seehofer sagte, nach Einschätzung des Generalbundesanwalts gebe es bei dem Angreifer "ausreichend Anhaltspunkte für einen möglichen rechtsextremistischen Hintergrund". Man müsse zudem davon ausgehen, dass es sich "um einen antisemitischen Angriff handelt."

Bei dem Angriff in Halle sind vor einer Synagoge und in einem Döner-Imbiss zwei Menschen erschossen worden. Vor der Synagoge wurde eine Frau erschossen. Außerdem gibt es ein männliches Opfer. Der Mann wurde in oder an einem Döner-Imbiss getötet.

Die jüdische Gemeinde entging womöglich einer Katastrophe. Ein Täter mit Stahlhelm und Stiefeln versuchte die Synagoge mit Waffengewalt zu stürmen, scheiterte jedoch. Nach Informationen aus Sicherheitskreisen legte er selbstgebastelte Sprengsätze vor dem Gotteshaus ab. Im Inneren feierten zu dem Zeitpunkt 70 bis 80 Menschen den höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur. "Der höchste jüdische Feiertag Jom Kippur ist heute ein schwarzer Tag", erklärte der Bundesinnenminister.

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