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Taifun "Molave" bringt im Zentrum Vietnams Tod und Verwüstung

dw.com-Logo dw.com 29.10.2020 dw.com

Es war der stärkste Sturm in Vietnam seit zwei Jahrzehnten. Mit bis zu 135 Stundenkilometern ließ er vielen Vietnamesen in den zentralen Provinzen keine Chance. Auch die Schäden sind groß.

In der Provinz Quang Ngai warf der Sturm viele Bäume um © Manan Vatsyayana/AFP/Getty Images In der Provinz Quang Ngai warf der Sturm viele Bäume um

Mehr als 30 Menschen sind in Vietnam durch den Taifun "Molave" ums Leben gekommen. Allein bei zwei durch den Sturm verursachten Erdrutschen starben mindestens 19 Menschen. Fast 50 weitere wurden nach den Schlammabgängen in der ländlichen Provinz Quang Nam im Zentrum des Landes vermisst, wie die Behörden mitteilten.

Viele Fischer werden noch vermisst

Die Rettungsarbeiten seien schwierig, da die Zufahrtsstraßen zu den Unglücksorten von tiefem Schlamm bedeckt seien, teilte Vizeregierungschef Trinh Dinh Dung in einer Erklärung mit. Regierungschef Nguyen Xuan Phuc sagte, alle Methoden müssten ausgeschöpft werden, um Überlebende zu retten. Das Militär sollte demnach bei den Arbeiten helfen.

Premierminister Nguyen Xuan Phuc ruft das Militär zu Hilfe © Kyodo/picture alliance Premierminister Nguyen Xuan Phuc ruft das Militär zu Hilfe

In der Provinz Binh Dinh werden zudem zahlreiche Fischer vermisst, nachdem ihre Boote gekentert waren. Nach einem Bericht des staatlichen Fernsehens wurden mittlerweile zwölf Leichen im Wasser gefunden.

Quang Nam und Quang Ngai am stärksten betroffen

Der Taifun war am Mittwoch mit heftigem Wind, Starkregen und meterhohen Wellen über die zentralen Provinzen Quang Nam und Quang Ngai hinweggefegt. Der Wetterbehörde zufolge handelte es sich um den stärksten Sturm in dem Gebiet seit 20 Jahren. Mit Geschwindigkeiten von bis zu 135 Kilometer pro Stunde riss "Molave" die Dächer von fast 90.000 Häusern ab, entwurzelte Bäume und überflutete Straßen. Vielerorts fiel der Strom aus.

Zuvor waren Hunderttausende Menschen in Sicherheit gebracht worden. Weitere Provinzen wurden gewarnt, dass es bis Sonntag zu neuen schweren Unwettern mit Überflutungen kommen könne. In den vergangenen Wochen waren immer Stürme mit heftigem Regen über Vietnam gezogen. Es gab weit über 100 Tote.

Ein Überrest des Taifuns liegt auf einer Straße in der Provin Quang Ngai © Manan Vatsyayana/AFP/Getty Images Ein Überrest des Taifuns liegt auf einer Straße in der Provin Quang Ngai

"Goni" schon in den Startlöchern

"Molave" hatte Anfang der Woche zunächst die Philippinen heimgesucht. Mindestens 16 Menschen kamen dort ums Leben, vier weitere wurden noch vermisst. Auch in dem Inselstaat gab es schwere Zerstörungen. Derweil steuert ein neuer Tropensturm auf das Land zu. "Goni" könnte sich zu einem Taifun steigern und schon am Freitag die gleichen Gebiete auf den Philippinen treffen, die bereits von den Unwettern betroffen sind, teilte die Katastrophenschutzbehörde des Landes mit.

sti/kle (afp, dpa)

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