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Terrorprozess gegen Lkw-Attentäter von Stockholm beginnt

dw.com-Logo dw.com 13.02.2018 dw.com
Terrorprozess gegen Lkw-Attentäter von Stockholm beginnt © Provided by Deutsche Welle Terrorprozess gegen Lkw-Attentäter von Stockholm beginnt

Mit seiner Tat wollte der Usbeke Schweden vom Kampf gegen den IS abhalten. Dafür mussten fünf Menschen sterben - "Ungläubige", wie es der 39-Jährige selbst formuliert hat. Nun muss er sich vor Gericht verantworten.

Vor einem Gericht in Stockholm beginnt an diesem Dienstag der Prozess gegen einen Dschihadisten, der im April 2017 mit einem Lastwagen fünf Menschen tötete. Die Anklage wirft dem aus Usbekistan stammenden Rachmat Akilow "Terrorismus" vor. Der 39-Jährige habe "Furcht in der Öffentlichkeit verbreiten wollen", um Schwedens Beteiligung an der internationalen Koalition gegen die Dschihadistenmiliz "Islamischer Staat" (IS) zu beenden, heißt es in der Klageschrift.

Akilow hat nach Justizangaben gestanden, am 7. April vergangenen Jahres mit einem Lkw in eine Stockholmer Einkaufsstraße gerast zu sein, um "Ungläubige auszulöschen". Neben drei Schweden, darunter ein elfjähriges Mädchen, wurden ein Brite und eine Belgierin getötet. Akilow wurde kurz nach dem Anschlag festgenommen. Der Angeklagte gab sich als überzeugter Anhänger der IS-Miliz zu erkennen. Die schwedischen Ermittler suchen weiterhin nach Hintermännern der Gewalttat, zu der sich bisher keine Organisation bekannt hat.

Akilow war 2014 nach Schweden gekommen. Nachdem sein Asylantrag abgelehnt worden war, tauchte er ab. Am 20. Februar soll Akilow selbst das Wort in dem Verfahren ergreifen. Ein Urteil wird für Juni erwartet.

sti/se (afp, dpa)

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