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Thailand: Wie haben die Jungs in der dunklen Höhle überlebt?

stern-Logo stern vor 3 Tagen
Als sie gefunden wurde, war die Gruppe bereits seit neun Tagen in der Höhle gefangen © Picture Alliance Als sie gefunden wurde, war die Gruppe bereits seit neun Tagen in der Höhle gefangen

Kaum Nahrung und kein Licht – neun Tage hat die eingeschlossene Fußballmannschaft so in der Tham-Luang-Höhle ausgeharrt. Wie überlebt man so etwas? Eine entscheidende Rolle könnte Meditation gespielt haben.

Neun Tage saßen die zwölf Jungs im Alter zwischen 11 und 16 Jahren mit ihrem 25-jährigen Trainer in der Höhle fest. Neun Tage ohne Licht, auf nassem Stein, mit kaum Nahrung und ohne die Gewissheit, dass sie überhaupt jemand finden könnte. Doch das Höhlendrama von Thailand ging für die Eingeschlossenen gut aus. Alle Mitglieder des Fußballteams haben überlebt. Nach der erfolgreichen Rettung werden nun mehr und mehr Details über die Überlebensstrategie der Gruppe bekannt. Eine wichtige Rolle soll Coach Ekapol Chanthawong gespielt haben, so berichtet es die BBC mit Bezug auf verschiedene Quellen aus dem Umfeld der Fußballmannschaft.

Durchhaltevermögen

Ruhe bewahren und keine Panik ausbrechen lassen. Das klingt einfacher als es ist. Die zwölf Fußballer und ihr Coach wollten den Geburtstag eines ihrer Mitglieder feiern. Dazu waren sie zu einer Fahrradtour aufgebrochen. Das Ziel der Radtour: der Tham-Luang-Höhlenkomplex. Die Grupppe stellt ihre Fahrräder vor der Höhle ab und geht ins Innere. Heftige Regenfälle überfluten die Höhle. Die Fußballmannschaft flüchtet vor den Wassermassen immer tiefer in die Höhle. Das Stresspegel muss enorm hoch gewesen sein. Ab dem Moment beginnt ein Kampf um Leben und Tod.

Als sie schließlich einen einigermaßen sicheren Unterschlupf finden, brauchen die Jungs vor allem eins: Durchhaltevermögen und Ruhe. Doch die Umstände sind in einer feuchten und komplett dunklen Höhle nicht besonders gut. Als Coach der Fußballer soll der 25-jährige Ekapol Chanthawong die Führung übernommen haben. Der als buddhistischer Mönch ausgebildete Mann soll seine Kenntnisse angewendet und mit den Jungs meditiert haben, so die BBC. Das spart nicht nur Energie – und damit auch Essen –, sondern schweißt die Gruppe zusammen und sorgt für Ruhe.

Essen und Trinken

Es wird berichtet, dass die Kinder für den Geburtstag ihres Freundes Geld zusammengelegt haben sollen, um Verpflegung für den Geburtstag zu kaufen. Wie umfangreich die eingekauften Lebensmittel wirklich waren, ist nicht bekannt. Ziemlich sicher haben die Jungs aber nicht Nahrung für mehrere Tage eingekauft. Die Lebensmittel mussten also rationiert werden. Und wieder soll Trainer Ekapol Chanthawong mit gutem Vorbild vorangegangen sein. Wie die BBC berichtet, soll er jegliches Essen abgelehnt haben, damit die Jungs mehr für sich haben. Als Taucher die eingeschlossene Fußballmannschaft finden, ist der Coach von allen der Schwächste.Dieser Fakt stützt die These, dass er sich zurückgenommen hat, damit die anderen mehr haben. Thailändische Offizielle berichten, dass die Eingeschlossenen das von den Wänden tropfende Wasser getrunken haben. Im Vergleich zum schlammigen Regenwasser war das wohl die bessere Alternative.

Wärme

Um sich warm zu halten, sollen die Jungs, die größtenteils nur in T-Shirts und kurzen Hosen in die Höhle gegangen waren, mit herumliegenden Steinen eine Art Tunnel gebaut haben. Das hat zumindest ein Vertreter des thailändischen Militärs der BBC berichtet. Vermutlich hat die Gruppe so die eigene Körperwärme genutzt und versucht, diese zu stauen. 

ปฏิบัติการที่โลกต้องจดจำThe operation the world never forgets.18 วัน ที่ผู้คนทั้งโลกรวมใจมาอยู่ด้วยกัน...

Gepostet von Thai NavySEAL am Mittwoch, 11. Juli 2018

Sauerstoff

Wie wenige Tage nach der Rettung bekannt wurde, war die Gefahr, dass die Jungs das Bewusstsein verlieren könnten, relativ hoch. Als Taucher zu den Jungs vordrangen, lag der Sauerstoffgehalt nur noch bei 15 Prozent. Normal sind etwa 21 Prozent. Ab zwölf Prozent Sauerstoffgehalt in der Luft wäre die Wahrscheinlichkeit hoch gewesen, dass die Gruppe ins Koma fällt. Retter haben dem Fußballteam deshalb Sauerstofftanks gebracht.Als die Jungs gefunden wurden, waren sie in relativ guter Verfassung. Einen entscheidenden Anteil dürfte Trainer Ekapol Chanthawong daran gehabt haben.

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