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Trauernde besuchen Beerdigung: Wenig später sind 10 von ihnen selbst tot...

Berliner Kurier-Logo Berliner Kurier 10.08.2018 berliner-kurier
Neuer Inhalt (2): Viele Menschen, die die Beerdigung besuchten, wussten nicht, dass bald ihre eigene stattfinden würde. © picture alliance / Sebastian Kah (Symbolbild) Viele Menschen, die die Beerdigung besuchten, wussten nicht, dass bald ihre eigene stattfinden würde.

Während sie den Tod eines lieben Menschen betrauerten, kamen mindestens zehn Menschen ums Leben.

In der Kleinstadt San Jose de Ushua bei den Anden in Peru sind nach einer Beerdigung am Montag mindestens 10 Menschen gestorben, wie „Sky News” berichtet. 

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Weitere 50 sind krank geworden. Mindestens 20 von ihnen liegen aktuell noch in kritischem Zustand im Krankenhaus.

Todesursache: Chemikalien in Beerdigungs-Mahlzeit

Die Ursache für die heftige Krankheitswelle ist vermutlich die Mahlzeit, die die Trauernden nach der Beerdigung gemeinsam zu sich nahmen, um den Tod ihres Angehörigen zu zelebrieren: Diese war verseucht mit hochgiftigen Chemikalien, die normalerweise in Pestiziden verwendet werden. 

Es begann alles ganz harmonisch: Familie und Freunde des verstorbenen Victor Santos Cucho Atucsa wollten gemeinsam seinen Tod betrauern. Nach der Zeremonie wurde Essen gereicht.

Bürgermeister: „Erst gab es Speck-Brühe, dann gedünstetes Fleisch mit Chili”

Laut Bürgermeister Ivan Villagomez Llamoca, der auch bei der Beerdigung war, gab es „zuerst Speck-Brühe, dann gedünstetes Fleisch mit Chili.”

Der regionale Gesundheitsdirektor Jhon Tinco erzählte dem lokalen Radiosender, dass die Erkrankten ein Fleischgericht und ein fermentiertes Mais-Getränk, genannt Chicha, zu sich genommen hatten, bevor die Vergiftungssymptome einsetzten. 

Menschen zwischen 12 und 68 Jahren starben an Vergiftung

Viele wurden ins lokale Krankenhaus eingeliefert, mussten dann aber überstürzt von dort evakuiert werden.

Auch Bürgermeister Llamoca berichtet von starken Kopfschmerzen, die ihn nach der Mahlzeit ergriffen hatten. Er sei sofort ins Krankenhaus gegangen, um „sich zu retten”.

Insgesamt starben Menschen im Alter von 12 bis 68 Jahren.

Organophosphate in den meisten Ländern verboten

Das Essen, was die Bewohner gegessen hatten, wurde einkassiert und untersucht. Es stellte sich heraus, dass sich darin Organophosphate befanden. Diese werden eigentlich in Pestiziden verwendet, sind hochgiftig.

Bereits 1999 sind 26 Kinder in Cusco, Peru wegen Lebensmittelvergiftung gestorben. Es befand sich ein chemisches Insektizid namens Parathion im Essen.

(ta)

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