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Trockenheit: Meteorologen warnen vor neuem Jahrhundertsommer

Berliner Kurier-Logo Berliner Kurier 21.04.2019 Alexander Schmalz
Die Feuerwehr löschte am Freitag einen Waldbrand bei Rathenow. In Brandenburg wurden wegen der Trockenheit mehrere Osterfeuer abgesagt. © dpa Die Feuerwehr löschte am Freitag einen Waldbrand bei Rathenow. In Brandenburg wurden wegen der Trockenheit mehrere Osterfeuer abgesagt.

Sonne satt, blauer Himmel und mehr als 20 Grad. Das herrliche Osterwetter könnte laut Meteorologen bereits der Vorbote für eine Hitzewelle sein. Zum Leidwesen der Natur und der Bauern könnte es wieder einen Jahrhundertsommer geben. Schon jetzt gilt in vier Brandenburger Landkreisen die höchste Gefahrenstufe für Waldbrände.

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Wegen der Trockenheit ist die Waldbrandgefahr so stark gestiegen, dass viele Gemeinden in Brandenburg die traditionellen Osterfeuer abgesagt haben. Anders in Berlin. Hier hat die Feuerwehr trotz der hohen Waldbrandgefahr kein Feuer untersagt. In den Landkreisen Dahme-Spreewald, Elbe-Elster, Oberspreewald-Lausitz, Spree-Neiße sowie in der Stadt Cottbus galt am Sonnabend die höchste Gefahrenstufe fünf.

GEBZ0966 © Gerd Engelsmann GEBZ0966

Nachdem am Mittwoch bereits 600 Quadratmeter Wald in der Nähe des Wannsees brannten, musste am Sonnabend erneut ein Großaufgebot der Feuerwehr ausrücken. In der Nähe des Ortsteils Dornswalde in Teltow-Fläming entzündete sich ein Hektar Wald. Auf dem Gelände nahe der Autobahn 13 besteht der Verdacht, dass dort noch Munition aus dem Zweiten Weltkrieg liegt. 16 Löschfahrzeuge waren nötig, um den Waldbrand zu löschen.

Natur könnte Probleme wie 2018 bekommen

„Wenn das so weitergeht, wird es bedenklich“, sagt Thomas Dümmel, Meteorologe an der FU Berlin. Halte die Trockenheit auch im Mai an, könnte die Natur erneut Probleme wie im vergangenen Sommer bekommen. Denn bisher regnete es im April an der Messstelle in Dahlem 1,5 Liter pro Quadratmeter. „Normal“ seien für den gesamten Monat 42,2 Liter.

Ab Dienstag werden Wiesen, Felder und Wälder zumindest eine kleine Erfrischung bekommen, weiß Meteorologe Dominik Jung. „Es wird ein paar kleine Schauer geben. Es bleibt aber warm bis zu 25 Grad.“ Die erwarteten Regengüsse seien eher Tröpfchen auf dem heißen Stein, meint Jung.

Viele Bauern befürchten jetzt ein Dürre-Desaster wie im vergangenen Jahr. Internationale Wetterdienste wagen Langzeitprognosen. Jung : „Sie berichten, dass wir einen sehr heißen Sommer bekommen.“

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