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Urlaub in Frankreich - diese Regeln gelten für Reisende

RP ONLINE-Logo RP ONLINE 02.10.2020 RP ONLINE

Düsseldorf. Ein Urlaub im Ausland ist wieder planbar - auch in Frankreich. Trotzdem sollten Reisende die aktuellen Corona-Regelungen kennen. Der Überblick.

 Ein Mann trainiert an der Strandpromenade „Promenade des anglais“ in Nizza. © Valery Hache Ein Mann trainiert an der Strandpromenade „Promenade des anglais“ in Nizza.

Dieser Artikel wird regelmäßig aktualisiert.

In welchem Urlaubsland müssen Touristen noch in Quarantäne? Sind Strände dort zugänglich? Welche Abstandsregeln gelten, und dürfen Restaurants besucht werden? Diese Fragen treiben viele Menschen vor der Ferienzeit um - gerade für Frankreich mit Urlaubshochburgen wie der Côte d’Azur und der Bretagne interessieren sich zahlreiche Reisende.

Gibt es derzeit Reisewarnungen für Frankreich?

Ja. Das Auswärtige Amt warnt seit dem 30.September vor nicht notwendigen Reisen für fast alle französischen Regionen. Ausgenommen ist lediglich die Region Grand-Est.

Auch vor nicht notwendigen, touristischen Reisen nach Französisch Guyana, St. Martin, Guadeloupe und La Réunion wird aufgrund hoher Infektionszahlen gewarnt.

Von Reisen in die übrigen französischen Überseegebiete, für die Einreisebeschränkungen bestehen, wird dringend abgeraten.

Für für heimkehrende Urlauber aus den betroffenen Regionen gilt eine Testpflicht auf das Coronavirus. Bis das Ergebnis vorliegt, müssen sie sich in häusliche Quarantäne begeben.

Wie läuft die Einreise nach Frankreich für Urlauber ab?

Die Einreise aus Deutschland, den EU- und Schengenstaaten sowie Andorra, Monaco, San Marino, Vatikanstaat und dem Vereinigten Königreich von Großbritannien sowie Nordirland ist seit 15. Juni 2020 wieder uneingeschränkt möglich. Frankreich kontrolliert jedoch seine EU-Binnengrenzen bis Ende Oktober 2020 weiter. Nach Angaben des Auwärtigen Amtes sind bei der Einreise aus Australien, Georgien, Japan, Kanada, Marokko, Neuseeland, Ruanda, Südkorea, Thailand, Tunesien und Uruguay ebenfalls keine besonderen pandemiebedingten Einreisebeschränkungen zu beachten.

Bei Einreise aus anderen Staaten ist neben der Erklärung zum Einreisegrund eine Selbsterklärung zur Covid-19-Symptomfreiheit erforderlich sowie gegebenenfalls eine häusliche Isolierung.

Für die französischen Übersee-Départements gilt Folgendes:

Die zweiwöchige Quarantänepflicht wurde am 10. Juli abgeschafft. Ab diesem Datum tritt das Gesetz über das Ende des gesundheitlichen Notstands in Kraft, das die Durchführung von Covid-19-Tests innerhalb von 72 Stunden vor Abflug in die oben genannten Überseegebiete verbindlich vorschreibt.

Beispielsweise müssen Reisende nach Guadeloupe, Martinique, St. Martin, St. Barthélémy und La Réunion bei Abflug ein negatives Covid-19-Testergebnis, das nicht älter als 72 Studen ist, vorlegen sowie eine Selbsterklärung zur Symptomfreiheit. Anderenfalls kann die Reise nicht angetreten werden.

Nach Angaben des Auswärtigen Amtes sind außerdem touristische Reisen ohne wichtigen sonstigen Reisegrund in die französischen Überseegebiete Französisch-Guyana, Mayotte, Neu-Kaledonien sowie Wallis und Futuna noch nicht gestattet. Die französische Regierung rät von Reisen nach Mayotte und Guyana dringend ab.

Auch in Französisch-Polynesien wurden alle Quarantänemaßnahmen zum 15. Juli 2020 hin aufgehoben. Die Grenzen von Französisch-Polynesien sind ab diesem Datum wieder für den internationalen Tourismus aus allen Ländern geöffnet.

Nach fast dreimonatiger Schließung in der Corona-Krise hat auch der Pariser Flughafen Orly den Betrieb wieder aufgenommen. Bei Fluggästen wird vor dem Boarding die Körpertemperatur gemessen, um Ansteckungen an Bord zu verhindern. Im Flughafengebäude und an Bord der Flugzeuge gilt eine Maskenpflicht. Zunächst ist in Orly nur ein Terminal geöffnet, die drei weiteren sollen folgen. Seit dem 31. März gab es von dem Flughafen südlich von Paris wegen der Corona-Pandemie keine Linienflüge mehr. Der verbleibende Verkehr wurde auf den Flughafen Charles de Gaulle im Norden der Hauptstadt umgeleitet.

Wie organisiert Frankreich die Corona-Lockerungen?

Mitte Mai wurden auch in Frankreich die Schutzmaßnahmen gelockert: Dies ging mit einer Einteilung in rote und grüne Zonen (je nach Fallzahlen des Virus) und unterschiedlichen Regelungen einher. Später erfolgte nur noch eine Einteilung in grüne und orangefarbene Zonen. Aktuell sind von 101 französischen Départements 99 grün und nur noch zwei orange: Mayotte und Französisch-Guayana.

Am 14. August wurden das Stadtgebiet von Paris und das südfranzösische Departement Bouches du Rhône, unter anderem mit der Stadt Marseille, als Gebiete mit erhöhter Virusverbreitung eingestuft, damit die Behörden vor Ort ausgewählte Bereiche des öffentlichen Lebens einschränken können.

Welche Corona-Regeln gelten im Alltag in Frankreich?

In Frankreich gilt eine Gesichtsmaskenpflicht für Reisende ab elf Jahren in Flugzeugen, Zügen, Bussen, Bahnhöfen, Flughäfen, Bushaltestellen, Taxis und Sammeltaxis. Verkehrsunternehmen müssen ermöglichen, dass ausreichend Abstand in Transportmitteln, an Flughäfen und ähnlichen Einrichtungen eingehalten wird, und sicherstellen, dass Desinfektionsmittel bereitsteht.

Wegen steigender Infektionszahlen hat Frankreichs Regierung Ende Juli den örtlichen Behörden mehr Spielraum bei der Maskenpflicht gegeben. Um die Ausbreitung von Covid-19 einzuschränken, könnten die Präfekturen nun die Maskenpflicht auf öffentliche Plätze ausdehnen, erklärte Gesundheitsminister Olivier Véran am Freitag. Diese Entscheidung könne vor Ort je nach Gesundheitslage getroffen werden.

Die Präfektur von Lille reagierte sofort und kündigte für die Stadt eine Maskenpflicht etwa in der Fußgängerzone an. Auch auf Parkplätzen an Einkaufszentren oder in Parks ist die Maske verpflichtend. Die französische Hauptstadt Paris zog mit einer Maskenpflicht nach, die inzwischen überall unter freiem Himmel gilt.

Eigentlich sind in Frankreich Masken nur in geschlossenen Räumen mit Publikumsverkehr Pflicht. Das sind zum Beispiel Geschäfte, Restaurants und Behörden. Auch in öffentlichen Verkehrsmitteln müssen die Menschen eine Corona-Schutzmaske tragen. Einige Städte – etwa in der Bretagne – hatten bereits eigenmächtig zuvor eine Maskenpflicht an der frischen Luft eingeführt. Andere Orte wie zum Beispiel die Hafenstadt Quiberon haben den Zugang zum Strand eingeschränkt. Abends und in der Nacht ist dieser nicht mehr zugänglich. Auf der Halbinsel in der Bretagne hatten Behörden zuletzt sehr viele Fälle identifiziert. Verantwortliche auch in anderen Badeorten wie Sables-d'Olonne oder Biarritz an der Atlantikküste hatten moniert, dass sich an den Stränden abends junge Menschen in großen Gruppen treffen würden.

Sind Strände und Parks in Frankreich wieder offen?

Öffentliche Räume (also Parks, Gärten, Strände, Seen und so weiter) sind in ganz Frankreich geöffnet, es sei denn, es ist nicht möglich, die Abstandsregeln zu gewährleisten. In einigen Bereichen müssen Besucher womöglich eine Maske tragen.

Können wieder Hotels gebucht werden?

Ferienzentren, Pensionen, Hostels und Campingplätze sind wieder im gesamten Staatsgebiet (mit Ausnahme der Überseegebiete Mayotte und Guyana) geöffnet.

Was ist mit Gastronomie, Kultur und Campingplätzen?

Ebenfalls sind im gesamten Land (Ausnahme: die Überseegebiete Mayotte und Französisch-Guyana) Gastronomie und Campingplätze sowie Jugendherbergen geöffnet. Ausnahme sind seit dem 28. September Marseille, Aix-en-Provence sowie das Überseegebiet Guadeloupe. Hier sind alle Gaststätten für zunächst zwei Wochen geschlossen. Gastronomiebetriebe unterliegen Abstandsgeboten und anderen Einschränkungen wie Maskenpflicht, wenn man sich durch das Lokal bewegt, maximal zehn Personen können an einem Tisch sitzen. Museen sind zum Teil wieder geöffnet, gegebenenfalls müssen Eintrittskarten vorab für bestimmte Besuchszeiten gebucht werden. Sportanlagen dürfen nur mit Einschränkungen genutzt werden. Konzertsäle, Vergnügungsparks, Diskotheken und Clubs bleiben bis auf Weiteres geschlossen.

Landesweit dürfen vor September 2020 keine Großveranstaltungen mit über 5000 Teilnehmern stattfinden. Ungeordnete Versammlungen im öffentlichen Raum oder in der Öffentlichkeit zugänglichen Räumen von über zehn Personen sind untersagt.

Wo gibt es die Information gebündelt?

Auf einer neuen Webseite der EU-Kommission können Touristen ihr Zielland eingeben und herausfinden, welche Corona-Bestimmungen dort zu beachten sind. Trotz der Grenzöffnungen unterscheiden diese sich von Land zu Land teilweise stark. Auch das Auswärtige Amt informiert.

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