Sie verwenden eine veraltete Browserversion. Bitte verwenden Sie eine unterstütze Versiondamit Sie MSN optimal nutzen können.

Verheerende Seuche: In China stirbt gerade ein Drittel aller Schweine – mehr als in Europa und den USA leben

stern-Logo stern vor 5 Tagen she
China hatte bereits in der Vergangenheit immer wieder gegen die Afrikanische Schweinepest zu kämpfen. Jetzt scheint sich der Virus noch großflächiger ausgebreitet zu haben. © Picture Alliance/epa Wu Hong/ China hatte bereits in der Vergangenheit immer wieder gegen die Afrikanische Schweinepest zu kämpfen. Jetzt scheint sich der Virus noch großflächiger ausgebreitet zu haben.

Die Afrikanische Schweinepest nimmt in China ungeahnte Ausmaße an: bis zu 200 Millionen Tiere könnten dieses Jahr dem Virus zum Opfer fallen. Die Regierung spricht davon, die Situation unter Kontrolle zu haben, nur die Realität spricht dagegen. 

"Es begann mit ein paar Schweinen am Tag, später waren es Hunderte", erzählt Schweinebauer Sun Dawu aus China CNN. Innerhalb von vier Monaten starben alle seine Tiere, 20.000 an der Zahl. Davon mussten 5000 aus Sicherheitsmaßnahmen getötet werden, weil 15.000 von einem Virus dahingerafft worden waren.

200 Millionen Tiere könnten sterben

Das Virus: Die Afrikanische Schweinepest (ASP). Für den Menschen ist er ungefährlich, doch für Schweine tödlich. In diesem Jahr könnten in China bis zu 200 Millionen Schweine daran sterben. Ein Drittel. Das sind beinahe so viele Schweine, wie in den USA und Europa zusammen leben, wie CNN weiter berichtet. China hat die größte Schweinefleischindustrie der Welt. 

Im März noch hatte China davon gesprochen, die Seuche gut im Griff zu haben. Laut CNN sagte Peking, dass ASP sich nicht so schnell verbreite, wie zuvor. Doch einige Bauern erzählten dem US-amerikanischen Nachrichtensender, dass die Krankheit punktuell nicht immer wahrgenommen werde. Beispielsweise sei ein Hof auf den Virus negativ getestet worden, doch erst als der Bauer anschließend Bilder von toten Schweinen postete, wurden sie nochmals getestet – und der Virus nachgewiesen. 

Mehr Top-Nachrichten auf MSN:

Schwangerschaftsabbruch: Es geht um mehr als Alabama

Syrien: Die Kinder des Krieges

Leichenfund in Brandenburg: Mafia-Krieg in Montenegro reicht bis nach Forst

Schwein wird knapp

Das Virus werde laut Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft direkt über Tierkontakte oder indirekt, zum Beispiel über Fleisch oder Wurst von infizierten Tieren, übertragen. Das Virus kann monatelang in Schweineprodukten überleben und so kann es durch ungünstige Umstände auch immer wieder zu einem erneuten Ausbruch kommen. China rechnet damit, dass der Preis von Schweinefleisch neue Rekordlevel erreichen könnte. Auf der Welt gebe es nicht genug Schwein, um Chinas zu erwartende Schweinefleischknappheit aufzufangen. Europa und die USA beginnen bereits, mehr Schweinefleisch nach China zu verschiffen.

Gefahr für Deutschland?

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft informiert, dass die Seuche bisher noch nicht in Deutschland aufgetreten sei. Dafür etwa 60 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt: im Dreiländereck Frankreich-Luxemburg-Belgien beispielsweise, im September 2018. 

Quelle: CNN, bmel.de

Mehr auf MSN

Video wiedergeben

Erfahren Sie mehr:

Umstrittenes Bauwerk: Dänemark errichtet umstrittenen Zaun an der Grenze zu Deutschland

Kranke Tiere: Erste Fälle an der deutschen Grenze: Die Afrikanische Schweinepest kommt

Sreit um Wurst "Kuljanka": Virus-Wurstimport nach Deutschland? Schweinebauern kritisieren Lidl scharf

| Anzeige
| Anzeige

mehr von stern

| Anzeige
image beaconimage beaconimage beacon