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Video zeigt Explosion: Touristen von Vulkan-Ausbruch überrascht – Deutsche verletzt

Hamburger Morgenpost-Logo Hamburger Morgenpost 09.12.2019 mopo
Der Vulkan auf White Island: Bei seinem Ausbruch wurden mehrere Touristen getötet. Unter den Verletzten befinden sich offenbar auch Opfer aus Deutschland. © dpa Der Vulkan auf White Island: Bei seinem Ausbruch wurden mehrere Touristen getötet. Unter den Verletzten befinden sich offenbar auch Opfer aus Deutschland.

Bei dem Vulkanausbruch in Neuseeland sind offenbar auch deutsche Urlauber verletzt worden. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes befinden sich nach derzeitigem Kenntnisstand aber keine Deutschen unter den Toten.

„Wir müssen davon ausgehen, dass Deutsche unter den Verletzten sind“, hieß es dazu aus dem Ministerium in Berlin. 

Rauchwolke nach einem Vulkanausbruch © dpa Rauchwolke nach einem Vulkanausbruch

Mehr als 20 Besucher wurden in der Nacht (Ortszeit) vermisst. Die Polizei vermutet, dass es auf der Insel keine Überlebenden mehr gibt. Wegen der Gefahr weiterer Eruptionen konnten die Rettungskräfte sie nicht betreten.

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Urlauber wurden von Vulkanausbruch überrascht

Für eine Gruppe von Neuseeland-Urlaubern war der Ausflug per Boot zu der Insel White Island am Montag zu einem tödlichen Abenteuer geworden. Die Gruppe wurde von dem Vulkanausbruch überrascht. Mindestens fünf Menschen wurden getötet.

Kamera zeigt Touristen in der Nähe des Vulkans

Der Vulkan brach nach Angaben der Behörden gegen 14.11 Uhr Ortszeit (2.11 Uhr) Ortszeit aus. Auf Bildern einer Beobachtungskamera ist zu sehen, wie sich kurz zuvor noch eine größere Gruppe von Wanderern in unmittelbarer Nähe des Kraters aufhält. Dann wird die Kamera schwarz.

Die Polizei sprach davon, dass zu diesem Moment bis zu 50 Menschen auf der Insel waren. Mindestens sieben von ihnen wurden schwer verletzt. Viele erlitten Verbrennungen – darunter vermutlich auch Deutsche. 

White Island liegt im Nordosten von Neuseeland

White Island liegt im Nordosten von Neuseelands Nordinsel, etwa 50 Kilometer von der Küste entfernt. Selbst von dort war die riesige Aschewolke zu sehen. Der letzte größere Ausbruch war 2016. Damals wurde niemand verletzt. In den vergangenen Wochen war jedoch wieder verstärkte Aktivität bemerkt worden. Dies führte aber nicht zu, dass die Touren verboten wurden. Das Betreten ist grundsätzlich nur im Beisein von ausgebildeten Führern erlaubt. Die Insel befindet sich in Privatbesitz.

verletzte_vulkan © dpa verletzte_vulkan

Bei Neuseelands Ureinwohnern, den Maori, heißt der Vulkan Te Puia O Whakaari. Das bedeutet: „Der dramatische Vulkan“. Die Insel ragt etwa 320 Meter in die Höhe. Der weitaus größte Teil des Vulkans ist unter Wasser. Mehrere Unternehmen bieten von der Küste aus Tagestouren mit dem Boot an. Pro Jahr wird die Insel von etwa 10.000 Ausflüglern besucht.

Sieben Hubschrauber im Einsatz

Aus Sorge vor weiteren Eruptionen war es Polizei und Rettungskräften nach Angaben eines Sprechers zunächst nicht möglich, die Insel genauer abzusuchen. Im Einsatz waren mindestens sieben Hubschrauber. Neuseelands Vize-Polizeichef John Tims sagte, „wahrscheinlich“ gebe es noch mehr Todesopfer. Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern sagte dazu: „Wir haben derzeit noch keine volle Klarheit. Wir wollen jetzt nicht spekulieren.“ Auch am Abend lief die Suche noch.

Mehrere der Ausflügler kamen von einem Kreuzfahrtschiff, der „Ovation Of The Seas“. Die Reederei übermittelte der Polizei eine Liste von Passagieren.

„Weiße Insel“ 1769 von James Cook entdeckt

Die „Weiße Insel“ wurde 1769 von dem britischen Seefahrer James Cook entdeckt, der ihr auch den Namen gab. Grund dafür war, dass White Island ständig in einer Wolke von weißem Dampf und Rauch erschien. Cook ahnte jedoch offenbar nicht, dass sich dahinter ein Vulkan verbirgt. Die Tagestouren, bei denen man einen Blick ins Innere der Erde werfen kann, sind sehr beliebt.

Neuseeland liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde. Auch Erdbeben sind dort keine Seltenheit. In der Stadt Christchurch kamen bei einem Beben im Februar 2011 mehr als 180 Menschen ums Leben. (dpa)

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