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Vorsätzliches Anstecken: Veranstalter von „Masern-Partys“ riskieren drei Jahre Haft!

BUNTE.de-Logo BUNTE.de vor 6 Tagen BUNTE.de Redaktion
Veranstalter von „Masern-Partys“ riskieren drei Jahre Haft! © Tatiana Sydorenko / iStock Veranstalter von „Masern-Partys“ riskieren drei Jahre Haft!

Derzeit sind die Masern wieder in aller Munde. Der Anstieg der Erkrankungen in den vergangenen Monaten hat die Debatte um die Impfpflicht gerade in Kitas wieder angeheizt. Impfgegner und Impfbefürworter liefern sich gerade einen heftigen Kampf. Vor allem ein Fall im österreichischen Kärnten hat großes Aufsehen erregt. Hier sollen Impfgegner regelrechte „Masern-Partys“ veranstaltet haben, wie „krone.at“ berichtet. Doch wer absichtlich andere ansteckt, riskiert drei Jahre Haft!

Vorsätzliches Anstecken ist strafbar

Am Sonntag wurden bei der österreichischen Landessanitätsdirektion bereits sechs Patienten und zwei Verdachtsfälle bestätigt, die Gerüchten zufolge in solche „Masern-Partys“ involviert gewesen sein sollen. Dabei geht es den Impfgegnern vor allem darum, Kinder vorsätzlich mit dem Virus zu infizieren, um sie dadurch zu immunisieren. Vorsätzliches Anstecken ist laut österreichischem Strafgesetzbuch jedoch strafbar. Laut Paragraf 178 StGB müssen Personen, welche absichtlich die „Verbreitung einer übertragbaren Krankheit unter Menschen“ herbeiführen mit einer „Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren“ rechnen.

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Wie „krone.at“ berichtet, muss sich nach Ostern beispielsweise ein mit Hepatitis C infizierter Mann am Landesgericht Klagenfurt verantworten, der vorsätzlich andere Menschen angespuckt hatte, was zu einer Ansteckung hätte führen können.

In Deutschland hat man bereits reagiert

Die Ansteckungsgefahr liegt bei Masern weit höher. Denn der gefährliche Virus wird allein schon über die Luft übertragen. Neben dem typischen Hautausschlag und dem hohen Fieber können Masern zudem das Immunsystem so schwächen, dass Folgeerkrankungen nicht auszuschließen sind. Schwerwiegende Infektionen sowie Lungen- und Gehirnentzündungen können unter Umständen lebensgefährlich sein. Für Kinder besteht zudem ein hohes Risiko, da sie erst ab einem Alter von zwölf Monaten geimpft werden können. Eine vorzeitige Ansteckung kann im schlimmsten Verlauf tödlich enden.

Im Bundesland Brandenburg wurde inzwischen bereits auf den Anstieg der Masernfälle reagiert und die Impfpflicht für Kitas eingeführt. Die Kinder müssen nachweisen können, dass sie gegen Masern geimpft sind. Das Gesetz wird nun auch auf Bundesebene verhandelt.

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