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Warnung vor tödlichem Gift in Getränken

WELT-Logo WELT 02.06.2020
In Getränkeflaschen im Supermarkt hat die Polizei Gift entdeckt Quelle: Getty Images/The Image Bank Unreleased/Tom Sibley © Getty Images/The Image Bank Unreleased/Tom Sibley In Getränkeflaschen im Supermarkt hat die Polizei Gift entdeckt Quelle: Getty Images/The Image Bank Unreleased/Tom Sibley

Noch ist unklar, wer dahintersteckt und wie viele Getränke und auch welche Supermärkte es betrifft: In zwei Münchner Supermärkten sind Getränkeflaschen mit tödlichem Gift aufgetaucht.

Die Polizei ermittelt nun wegen versuchten Mordes. Im März und April sei es zu bislang vier bekannten Vorfällen gekommen.

In drei Fällen hätten Kunden auch aus den mit Lösungsmitteln manipulierten Flaschen getrunken – glücklicherweise aber nur eine geringe Menge. Zwei Frauen im Alter von 34 und 42 Jahren mussten sofort medizinisch behandelt werden.

Kunden klagten nach dem Trinken über Schwindel und Übelkeit

Sie klagten nach dem Konsum – ebenso wie auch ein 48 Jahre alter Kunde – über Schwindel, Übelkeit und Kreislaufbeschwerden.

Die Polizei ließ daraufhin die Flaschen untersuchen, und es wurde festgestellt, dass diese und eine vierte Flasche mit Gift versetzt waren. Diese vierte Flasche war allerdings noch nicht verkauft worden. Die Polizei hat eine Sonderkommission mit 22 Mitarbeitern eingerichtet, die „Soko Tox“.

Laut der Münchner „Abendzeitung“, die sich auf die Polizei beruft, wäre die Dosis tödlich gewesen, wenn jeweils die ganze Flasche getrunken worden wäre. Betroffen seien Getränke in unterschiedlichen Supermarktketten in der Stadt gewesen. Welche Ketten das sind, wurde nicht gesagt.

In der eingerichteten Sonderkommission seien auch Profiler tätig, so die Zeitung, die nun davon ausgehen, dass der oder die Täter wieder zuschlagen könnten. Die Polizei warnt daher die Bevölkerung. Insbesondere sei beim Kauf von Getränken unbedingt darauf zu achten, dass das Siegel noch ungebrochen ist.

In den Flaschen wurden milchige Rückstände gefunden, der Geruch sei laut Polizei chemisch gewesen. Einen Fehler innerhalb der Lieferkette schließen die Ermittler aus, sie gehen davon aus, dass der Täter die Flaschen präpariert und platziert hat. Rätselhaft allerdings: Bislang ist noch kein Erpresserschreiben aufgetaucht.

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