Sie verwenden eine veraltete Browserversion. Bitte verwenden Sie eine unterstütze Versiondamit Sie MSN optimal nutzen können.

Wetterdienst meldet deutlich erhöhte Radioaktivität

WELT-Logo WELT 13.08.2019
Das Unglück ereignete sich auf dem Testgelände Nyonoska, das rund 30 Kilometer von der Stadt Sewerodwinsk entfernt ist (Archivbild) Quelle: AFP/- © AFP/- Das Unglück ereignete sich auf dem Testgelände Nyonoska, das rund 30 Kilometer von der Stadt Sewerodwinsk entfernt ist (Archivbild) Quelle: AFP/-

Bei der Explosion eines Raketenmotors im Norden Russlands ist über einen längeren Zeitraum mehr radioaktive Strahlung freigesetzt worden als bislang bekannt. Das in der Natur vorkommende Niveau sei in der Spitze um das 16-Fache überschritten worden, teilte der russische Wetterdienst Rosgidromet am Dienstag mit. Erhöhte Werte seien innerhalb von zwei Stunden gemessen worden.

Die Verwaltung der nordrussischen Stadt Sewerodwinsk am Weißen Meer hatte zuvor lediglich von einem kurzzeitigen Anstieg von bis zu einer Stunde gesprochen. Viele Menschen deckten sich danach mit Jodtabletten ein. Es gab auch im Ausland die Befürchtung, dass die russischen Behörden – wie in der Vergangenheit – nicht über das wahre Ausmaß informiert hätten.

Das interessiert andere MSN-Leser auch: 

WHO: Wird 2019 ein Masern-Rekordjahr?

WWF: Waldtier-Bestände dramatisch geschrumpft

Galerie: Durch diese Tiere sterben die meisten Menschen

Der Wetterdienst gab den Höchstwert der atomaren Verstrahlung mit 1,78 Mikrosievert pro Stunde an. Der natürliche Wert im Raum von Sewerodwinsk liege bei 0,11 Mikrosievert. Die Umweltorganisation Greenpeace sprach unter Berufung auf die Stadt von 2,0 Mikrosievert pro Stunde. Deren Experten hielten den Wert „an sich für nicht dramatisch“. Es komme vielmehr darauf an, welche strahlenden Stoffe freigesetzt worden sein. Dazu gebe es aber keine offiziellen Angaben.

Das Unglück ereignete sich auf dem Testgelände Nyonoska, das rund 30 Kilometer von der Stadt Sewerodwinsk entfernt ist (Archivbild) © AFP/- Das Unglück ereignete sich auf dem Testgelände Nyonoska, das rund 30 Kilometer von der Stadt Sewerodwinsk entfernt ist (Archivbild)

Der Kreml versicherte, dass alle Behörden die vollständige Sicherheit der Bevölkerung gewährleistet hätten. „Daran sollte kein Zweifel bestehen“, sagte Sprecher Dmitri Peskow der Agentur Interfax zufolge.

Zu dem Vorfall kam es am vergangenen Donnerstag in der Nähe der Hafenstadt Sewerodwinsk während eines Raketentests auf einer Plattform im Meer. Die Explosion ereignete sich der Atombehörde Rosatom zufolge, als Treibstoff in Brand geriet. Fünf Menschen kamen dabei ums Leben. US-Spezialisten vermuteten, dass Russland an einer neuen, atomar betriebenen Rakete arbeitet.

Mehr auf MSN 

Video wiedergeben
| Anzeige
| Anzeige

Mehr von WELT

| Anzeige
image beaconimage beaconimage beacon