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Wie die Poser-Polizisten ein Graffiti verschlimmbesserten

WELT-Logo WELT vor 2 Tagen
Eigentlich sollten die Polizisten beim "Ende Gelände"-Protest im Einsatz sein, wurden dann aber abgezogen Quelle: dpa/Patrick Pleul © dpa/Patrick Pleul Eigentlich sollten die Polizisten beim "Ende Gelände"-Protest im Einsatz sein, wurden dann aber abgezogen Quelle: dpa/Patrick Pleul

Der Ärger um eine Gruppe Bereitschaftspolizisten einer Hundertschaft aus Brandenburg geht weiter. Die neun Beamten, die vor den Braunkohleprotesten in der Lausitz am vergangenen Wochenende vor einem Graffiti mit dem Spruch „Stoppt Ende Gelände!“ posierten, haben nicht nur ein Disziplinarverfahren wegen Verstoßes gegen das Neutralitätsgesetz am Hals. Nun wird auch noch ermittelt, ob die Beamten im Anschluss absichtlich ein rechtsextremes Kürzel hinterließen, berichtet der „Tagesspiegel“.

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Einige der in Cottbus stationierten Polizisten sollten demnach selbst die Wand mit schwarzer Farbe überstreichen. Nun werde ermittelt, ob sie absichtlich das Kürzel „DC!“ der rechtsextremistischen Gruppe „Defend Cottbus“ stehen ließen, oder ob Neonazis selbst das Graffiti entsprechend veränderten. Bei dem DC handelte sich ursprünglich um die letzten beiden Großbuchstaben des Wortes „Gelände“ – also „DE“.

Zudem blieben die beiden Krebse stehen, die den Spruch rahmten - das Tier ist nicht nur Teil des Stadtwappens von Cottbus, sondern wird auch von der rechtsextremen Szene Südbrandenburgs als Symbol benutzt.

„Diese Frage wird im Rahmen des Disziplinarverfahrens geklärt“, sagte der Brandenburger Polizeisprecher Torsten Herbst dem “Tagesspiegel“. Die Polizisten, die den Schriftzug übermalen sollten, hätten ihren Vorgesetzten gemeldet, dass ihnen die Farbe ausgegangen sei, und seien anschließend abgezogen. Ein Handwerker sei nun damit beauftragt, die komplette Wand noch einmal zu streichen.

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