Durch Nutzung dieses Diensts und der damit zusammenhängenden Inhalte stimmen Sie der Verwendung von Cookies für Analysezwecke, personalisierte Inhalte und Werbung zu.
Sie verwenden eine veraltete Browserversion. Bitte verwenden Sie eine unterstütze Versiondamit Sie MSN optimal nutzen können.

Wieso fühlt sich China von Winnie Puuh bedroht?

20 Minuten-Logo 20 Minuten 17.07.2017
Die Freunde (von oben) Rabbit, Tigger, Winnie Puh und Ferkel blicken in dem neuen Kinofilm "Heffalump - ein neuer Freund fuer Winnie Puuh" verunsichert hinter einem Baumstamm hervor (Szenenfoto). Die Einwohner des Hundertmorgenwaldes sind in heller Aufregung, als sie eines Morgens riesige Fussstapfen entdecken. Also machen sich Winnie Puh, Rabbit, Tigger, Ferkel und der Rest der Gemeinschaft auf die Suche nach dem vermeintlichen Ungeheuer. Doch sie finden einen neuen Freund, das lilafarbene Heffalump Lumpi... Der Film basiert auf dem Kinderbuchklassiker von A.A. Milne. (KEYSTONE/Buena Vista) EDITORIAL USE ONLY © Buena Vista Die Freunde (von oben) Rabbit, Tigger, Winnie Puh und Ferkel blicken in dem neuen Kinofilm "Heffalump - ein neuer Freund fuer Winnie Puuh" verunsichert hinter einem Baumstamm hervor (Szenenfoto). Die Einwohner des Hundertmorgenwaldes sind in heller Aufregung, als sie eines Morgens riesige Fussstapfen entdecken. Also machen sich Winnie Puh, Rabbit, Tigger, Ferkel und der Rest der Gemeinschaft auf die Suche nach dem vermeintlichen Ungeheuer. Doch sie finden einen neuen Freund, das lilafarbene Heffalump Lumpi... Der Film basiert auf dem Kinderbuchklassiker von A.A. Milne. (KEYSTONE/Buena Vista) EDITORIAL USE ONLY

Der süsse honiggelbe Bär Winnie Puuh ist in China in Ungnade gefallen. Die Kinderbuchfigur, die auch über Comics weite Verbreitung fand, wurde in den vergangenen Tagen weitgehend aus den sozialen Netzwerken der Volksrepublik verbannt. Der Grund: Präsident Xi Jinping war zuvor im Internet wiederholt in Montagen abgebildet worden, in denen er die Position des Bären «von sehr geringem Verstand» einnahm. Eine offizielle Begründung für die Zensur gegen Pu gab die chinesische Führung allerdings nicht bekannt.

Im Kurzbotschaftendienst Weibo wurden Nachrichten mit den chinesischen Charakteren aus der Story um den Bären mit dem Originalnamen Winnie-the-Pooh noch weiterverbreitet. Suchanfragen unter dem chinesischen Namen «kleiner Bär Winnie» werden mit einem Error-Zeichen beantwortet. Darin enthalten ist ein Hinweis, es handle sich um «illegalen Inhalt». Im sozialen Netzwerk WeChat wurden Pu-Sticker aus der offiziellen Sticker-Galerie gelöscht.

«Was hat dieser kleine Honigbär getan?»

Bildmontagen, in denen Präsident Xi mit dem Bären Pu in Verbindung gebracht wurden, tauchten schon 2013 in den sozialen Netzwerken in China auf: Xi wurden zusammen mit dem damaligen US-Präsidenten Barack Obama auf einem Spaziergang gezeigt, daneben Pu der Bär in einer fast identischen Pose mit seinem Kompagnon Tigger. 2014 kam dann eine Montage hinzu, auf der Xi dem japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe die Hand schüttelt – parallel zu Pu und dem traurig wirkenden Esel I-Aah.

Die Kommunistische Partei in China wacht argwöhnisch darüber, dass die politische Führung nicht ins Lächerliche gezogen wird. Angesichts der jüngsten Zensurmassnahmen testen viele Mediennutzer die noch verbliebenen Spielräume aus. Bilddateien mit dem Format Graphic Interchange Format (GIF) und Pooh wurden bislang noch nicht von der Mühle der Zensur erfasst. «Armer kleiner Bär Winnie», schrieb ein User bei Weibo. «Was hat dieser kleine Honigbär je getan, um andere zu provozieren?»

(afp)

| Anzeige
| Anzeige

Mehr von 20 Minuten

| Anzeige
image beaconimage beaconimage beacon