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Wo Omikron schon entdeckt wurde – Auch Österreich und Tschechien finden Corona-Variante

WELT-Logo WELT 29.11.2021
Die neue Virusvariante Omikron sorgt weltweit für Beunruhigung. Die Länder gehen unterschiedlich dagegen vor: verschärfte Einreisebestimmungen, Einreiseverbot aus bestimmten Ländern oder Flugverkehr komplett gestrichen. Ein Überblick über die aktuelle Lage. Quelle: WELT/ Nadine Jantz © WELT/ Nadine Jantz Die neue Virusvariante Omikron sorgt weltweit für Beunruhigung. Die Länder gehen unterschiedlich dagegen vor: verschärfte Einreisebestimmungen, Einreiseverbot aus bestimmten Ländern oder Flugverkehr komplett gestrichen. Ein Überblick über die aktuelle Lage. Quelle: WELT/ Nadine Jantz

Die neue Coronavirus-Variante Omikron breitet sich weiter aus. Am Montag wurden Infektionen mit der Omikron-Variante zum ersten Mal unter anderem aus Österreich und Tschechien gemeldet. Laut Tiroler Behörden handelt es sich um eine Person, die nach einer Südafrika-Reise positiv auf Covid-19 getestet wurde. Die Person habe aber keine Krankheitssymptome. Die infizierte Tschechin ist von einer Reise nach Namibia mit Zwischenstopp in Südafrika zurückgekehrt.

Passengers wearing facemasks, gloves and safety measures are seen on July 15, 2020 at the terminal, F Gates area of Vienna International Airport VIE LOWW - Flughafen Wien-Schwechat serving the Austrian Capital but also Bratislava as it is 55km away from the Slovak city during the Covid-19 Coronavirus pandemic era with social distancing measures and disinfecting hand sanitizer everywhere afther the lockdown period. On July 1, Austria issues travel warning for six Balkan states countries, Serbia, Montenegro, Bosnia Herzegovina, North Macedonia, Albania and Kosovo. Passengers traveling from those areas should stay in a 14-day quarantine or must show a negative Covid-19 test but depending on the cases Austria is considering a travel ban, closing the borders to those countries. (Photo by Nicolas Economou/NurPhoto) | Keine Weitergabe an Wiederverkäufer. © Bereitgestellt von WELT Passengers wearing facemasks, gloves and safety measures are seen on July 15, 2020 at the terminal, F Gates area of Vienna International Airport VIE LOWW - Flughafen Wien-Schwechat serving the Austrian Capital but also Bratislava as it is 55km away from the Slovak city during the Covid-19 Coronavirus pandemic era with social distancing measures and disinfecting hand sanitizer everywhere afther the lockdown period. On July 1, Austria issues travel warning for six Balkan states countries, Serbia, Montenegro, Bosnia Herzegovina, North Macedonia, Albania and Kosovo. Passengers traveling from those areas should stay in a 14-day quarantine or must show a negative Covid-19 test but depending on the cases Austria is considering a travel ban, closing the borders to those countries. (Photo by Nicolas Economou/NurPhoto) | Keine Weitergabe an Wiederverkäufer.

In Deutschland wurde die Omikron-Variante am Wochenende bei zwei Reiserückkehrern aus Südafrika in Bayern und bei einem in Hessen festgestellt. Italien meldete am Samstag ebenfalls den ersten Omikron-Fall: Die Variante sei bei einer Person bestätigt worden, die aus Mosambik eingereist sei, teilte das nationale Gesundheitsinstitut mit. Der Patient befinde sich in guter körperlicher Verfassung.

Am Montag gab auch die Regierung in Schottland die Entdeckung von sechs neuen Fällen einer Infektion mit Omikron bekannt. In einigen Fällen habe es sich nicht um Reisende gehandelt. Die Gesamtzahl der bislang in Großbritannien verkündeten Infektionsfälle mit der neuen Virusvariante stieg damit auf neun.

In Portugal wurden beim Fußballclub Belenenses Lissabon nach amtlichen Angaben 13 Fälle mit der neuen Omikron-Variante entdeckt. Nur einer der Spieler sei kürzlich in Südafrika gewesen, teilte das Nationale Gesundheitsinstitut am Montag mit. Das würde auf die erste bekannte Übertragung der neuen Variante außerhalb Südafrikas hindeuten.

Erstmals ist die Omikron-Variante in Europa in Belgien nachgewiesen worden. In den Niederlanden stellten die Gesundheitsbehörden 13 Infektionsfälle mit der Omikron-Variante fest, in Dänemark zwei. Frankreich prüft acht Verdachtsfälle. Sie betreffen Menschen, die kürzlich von Reisen im Süden Afrikas zurückgekehrt waren.


Video: Fast ganz Österreich und Tschechien werden Corona-Hochrisikogebiete (glomex)

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Japan erlässt Einreiseverbot

Japan erlässt wegen Omikron ein am Dienstag in Kraft tretendes Einreiseverbot für Ausländer, wie Ministerpräsident Fumio Kishida mitteilte. Damit werden auch die Grenzkontrollen wieder hergestellt, die erst in diesem Monat für Geschäftsreisende, ausländische Studierende und Arbeitnehmer gelockert worden waren. „Wir unternehmen den Schritt als Notfall-Vorsorge, um ein Worst-Case-Szenario in Japan zu verhindern“, sagte Kishida.

Über das Wochenende hatte Japan bereits Maßnahmen für Reisende aus Südafrika und acht anderen Ländern verfügt. So müssen sie sich in eine zehntägige Quarantäne in eine von den Behörden zugewiesenen Einrichtung begeben. Omikron-Nachweise in Japan wurden bis Montagmorgen nicht bekannt.

Israel entdeckte die neue Variante bei einem heimkehrenden Reisenden aus Malawi. Zu den Ländern außerhalb des südlichen Afrikas, in denen die Omikron-Variante nachgewiesen wurde, gehören auch Hongkong und Australien. In den USA wurde noch kein Auftreten des Virus gemeldet.

WHO rät von Einreiseverboten ab

Trotz der globalen Besorgnis erklärten Wissenschaftler, es sei noch unklar, ob Omikron gefährlicher sei als andere Varianten des Coronavirus, an dem bislang mehr als fünf Millionen Menschen starben. Einige Staaten behielten ihre früheren Pläne zur Erleichterung von Pandemie-Beschränkungen bei. Zeichen einer Wiedereröffnung gab es etwa in Malaysia, Singapur und Neuseeland.

Die Weltgesundheitsorganisation appellierte an die internationale Gemeinschaft, auf Omikron nicht mit Einreiseverboten für Menschen aus dem südlichen Afrika zu reagieren. Die WHO-Direktorin für Afrika, Matshidiso Moeti, rief am Sonntag alle Länder auf, sich an wissenschaftliche und internationale Gesundheitsvorschriften zu halten, um Einreiseverbote zu vermeiden.

„Reisebeschränkungen mögen eine Rolle bei einer leichten Verringerung der Ausbreitung von Covid-19 spielen, aber sie legen auch eine schwere Bürde auf Leben und Lebensunterhalt“, sagte Moeti in einer Erklärung. „Wenn Auflagen umgesetzt werden, sollten sie nicht unnötig invasiv oder in die Privatsphäre eingreifend sein, und sie sollten wissenschaftlich begründet sein, den internationalen Gesundheitsvorschriften folgen.“ Dieses Regelwerk sei das rechtlich bindende Instrument des von mehr als 190 Ländern anerkannten internationalen Rechts.

Moeti lobte Südafrika und Botsuana für ihr schnelles und transparentes Handeln sowie die Information der internationalen Gemeinschaft nach Entdeckung der neuen Variante.

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