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Zahlreiche Tote nach Explosion in Mexiko

dw.com-Logo dw.com 19.01.2019 dw.com

a person standing in front of a mountain: Provided by Deutsche Welle © Provided by Deutsche Welle Provided by Deutsche Welle

Bei einer Explosion an einer Pipeline im mexikanischen Bundesstaat Hidalgo sind mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen. Die Opfer hatten offenbar versucht, Benzin aus einem Leitungsleck abzuzapfen.

Wie lokale Medien berichteten, hatten sich zum Zeitpunkt der Explosion mehrere hundert Menschen bei der Pipeline nahe der Raffinerie Tula in der Stadt Tlahuelilpan aufgehalten. Demnach hatte sich an der Leitung zuvor ein Leck gebildet, Anwohner der Gegend hatten sich genähert, um das Benzin in Eimern oder Kanistern mitzunehmen.

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Wie es genau zu der Detonation kam, ist noch unklar. Videoaufnahmen zeigten Panik am Unfallort, Menschen liefen schreiend von der Treibstoffleitung davon. An der Pipeline schlugen hohe Flammen in die Höhe. Einsatzkräfte sperrten die Zone ab. "Die Betreuung der Verletzten ist unsere oberste Priorität", sagte der Gouverneur des Bundesstaates Hidalgo, Omar Fayad. Mexikos Präsident Andrés Manuel López Obrador rief dazu auf, die Menschen in der betroffenen Region zu unterstützen.

Nach Angaben des staatlichen Mineralölkonzerns Pemex waren etliche Krankenwagen am Unfallort im Einsatz. Die Verletzten mit schweren Verbrennungen würden in Krankenhäuser in der Hauptstadt Mexiko-Stadt gebracht, twitterte das Unternehmen.

Regierung geht seit Dezember gegen Benzin-Klau vor

Wie der Sender "Milenio TV" berichtete, war am Freitagnachmittag ein Leck an der Leitung gemeldet worden, das offenbar von einem illegalen Anzapf-Versuch stammte. In Mexiko ist Kraftstoff-Diebstahl ein großes Problem: Laut Pemex gab es im vergangenen Jahr alle 30 Minuten einen Versuch, illegal eine der Pipelines anzuzapfen. Hidalgos Gouverneur rief nach dem Unfall die Bevölkerung auf, sich nicht am Benzin-Klau zu beteiligen. Dieser sei lebensgefährlich, warnte Fayad auf Twitter. "Das ist heute in Tlahuelilpan passiert und es darf sich nicht wiederholen."

Mexikos Regierung geht seit Ende Dezember gegen den Kraftstoff-Diebstahl vor und hat bereits einige Leitungen schließen lassen. Der Sprit wird nun in bewachten Tanklastern transportiert. An den Tankstellen des lateinamerikanischen Landes führte die Maßnahme in den vergangenen Wochen zu langen Warteschlangen.

hk/wa (dpa, afp)

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