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Zimmernachbar festgenommen: 94-Jähriger in Seniorenheim tödlich verletzt

Berliner Zeitung-Logo Berliner Zeitung 20.05.2018 berliner-zeitung
Der Tatort: ein Seniorenheim in Schöneberg.: Eric Richard © Eric Richard Eric Richard

In einem Seniorenwohnheim in Schöneberg fand eine Pflegerin gegen 0.40 Uhr einen 94-Jährigen mit stark blutenden Kopfverletzungen in seinem Bett. Sie alarmierte Polizei und Feuerwehr.

„Zuerst eintreffende Kollegen versuchten, den alten Mann zu reanimieren und versorgten ihn bis zum Eintreffen der Feuerwehr“, so eine Polizeisprecherin. Dennoch verstarb der 94-Jährige wenig später in einem Krankenhaus.

Die Sprecherin sagte weiter: „Einer der ersthelfenden Polizisten des Abschnitts 42 erlitt einen Schock und musste nach ambulanter Behandlung in einem Krankenhaus seinen Dienst beenden.“

Festnahme noch in der Nacht

Nach derzeitigem Ermittlungsstand steht ein 80-jähriger im Verdacht, seinen langjährigen Bekannten und Zimmernachbarn getötet zu haben. Er wurde noch in der Nacht festgenommen.

Zum Tatmotiv wurden zunächst keine weiteren Angaben gemacht. Allerdings wird nicht ausgeschlossen werden, dass möglicherweise eine Erkrankung des 94-Jährigen in Zusammenhang mit dem Tötungsdelikt steht. Täter und Opfer sollen sich in der Vergangenheit jedoch gut verstanden, oft gemeinsam gegessen und viel Zeit miteinander verbracht haben.

„Wir sind tief geschockt über das Geschehene“, sagte Christoph Schulze, Geschäftsführer der für den Betrieb des Seniorenheims zuständigen Caritas Altenhilfe, der Berliner Zeitung. Die Angehörigen beider Männer seien informiert. Zu den Hintergründen der Tat sagte Schulze nichts, man müsse nun "die Ermittlungen der Polizei" abwarten.

Noch ist nicht entschieden, ob Haftbefehl gegen den 80-Jährigen beantragt wird.

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