Sie verwenden eine veraltete Browserversion. Bitte verwenden Sie eine unterstütze Versiondamit Sie MSN optimal nutzen können.

Österreich bis 7. Februar im Corona-Lockdown

dw.com-Logo dw.com 17.01.2021 dw.com

Aus Sorge vor der Ausbreitung einer sehr ansteckenden Virus-Mutation verlängert die Regierung in Wien den Lockdown um zwei Wochen. Hotels und Gastronomie sollen allerdings frühestens im März wieder öffnen dürfen.

Provided by Deutsche Welle © Georg Hochmuth/APA/dpa/picture alliance Provided by Deutsche Welle

Der "harte" Lockdown wird bis 7. Februar verlängert, teilte Bundeskanzler Sebastian Kurz auf einer Pressekonferenz mit. Ziel sei, die weitere Ausbreitung des Coronavirus und vor allem der neuen Virusvariante B.1.1.7. zu verhindern. "Wir haben noch zwei bis drei harte Monate vor uns", sagte Kurz. Es müsse mit allen Mitteln verhindert werden, dass die Ansteckungszahlen aufgrund der Mutationen, so wie in Irland oder Großbritannien, in kürzester Zeit explosionsartig steigen und es zu einer Überlastung der Kapazitäten auf den Intensivstationen kommt.

Der Tisch in diesem Restaurant in Kaprun ist gedeckt. Gäste dürfen allerdings keine kommen © picturedesk.com/JFK/EXPA/picture alliance Der Tisch in diesem Restaurant in Kaprun ist gedeckt. Gäste dürfen allerdings keine kommen

Seit Ende Dezember gelten in Österreich scharfe Corona-Beschränkungen. Geschäfte, Restaurants und Museen wurden ebenso geschlossen wie Schulen. Neu eingeführt wird ab dem 25. Januar die Pflicht, eine FFP2-Maske im Handel und in öffentlichen Verkehrsmitteln zu tragen.

Skisaison dürfte gelaufen sein

Die Beschränkungen sollen nach dem 7. Februar schrittweise wieder gelockert werden. Der Unterricht an den Schulen vor Ort soll nach den Skiferien im Februar im Schichtbetrieb beginnen. Damit ist die erst vor wenigen Tagen angekündigte Schulöffnung zum 25. Januar wieder abgeblasen. "Wir sind uns bewusst, dass das für viele Unternehmer, für Eltern, für Kinder, für uns alle, ein düsterer Ausblick auf die nächsten Wochen ist", sagte Kanzler Kurz. Aber niemand habe etwas davon, wenn man nun aufsperre und dann - etwa wie in Südtirol - nach nur wenigen Tagen aufgrund der hohen Infektionszahlen wieder zusperre.

Die Skilifte dürfen geöffnet bleiben. Hingegen bleiben auch im gesamten Februar Gastronomie und Hotels geschlossen. Damit ist Österreich für ausländische Urlauber faktisch nicht erreichbar, die einen Großteil der Gäste in den Skigebieten stellen. Mitte Februar will die Regierung entscheiden, ob eine Öffnung im März möglich ist.

Österreicher in den Skigebieten unter sich © Alex Halada/Getty Images/AFP Österreicher in den Skigebieten unter sich

Derzeit liegt Österreich bei der Sieben-Tages-Inzidenz bei 130 pro 100.000 Einwohner und damit im europäischen Spitzenfeld. Die Regierung will den Wert auf 50 senken.

Gesundheitsminister Rudolf Anschober äußerte sich vorsichtig optimistisch mit Blick auf das Frühjahr. "In zehn Wochen beginnt die Osterwoche, und dann beginnt, davon bin ich überzeugt, sich vieles zu ändern." Einerseits werde es wärmer, andererseits sei die vulnerabelste Gruppe bis dahin durchgeimpft.

Die Verkündung der neuen Maßnahmen kam einen Tag nach einer großen Demonstration gegen die Corona-Regeln in Wien, an der sich etwa 10.000 Menschen beteiligten. Abstandsregeln und Maskenpflicht wurden nach Polizeiangaben weitgehend ignoriert. Insgesamt gab es 23 Festnahmen. Zudem wurden mehr als 300 Anzeigen erstattet.

qu/uh (rtr, dpa, afp)

| Anzeige
| Anzeige

Mehr von dw.com

| Anzeige
image beaconimage beaconimage beacon