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„Ganze Welt gegen uns“ – Russischer General äußert sich erstaunlich klar im Staatsfernsehen

WELT-Logo WELT 18.05.2022
„Die Fronten haben sich festgefahren“, analysiert WELT-Reporter Marco Reinke die aktuelle Lage in der Ukraine. Er zeigt außerdem erste Aufnahmen, die während der Evakuierung der ukrainischen Soldaten aus dem seit Wochen von Russland belagerten Stahlwerk in Mariupol entstanden sind. Quelle: WELT © WELT „Die Fronten haben sich festgefahren“, analysiert WELT-Reporter Marco Reinke die aktuelle Lage in der Ukraine. Er zeigt außerdem erste Aufnahmen, die während der Evakuierung der ukrainischen Soldaten aus dem seit Wochen von Russland belagerten Stahlwerk in Mariupol entstanden sind. Quelle: WELT

In Russland ist wenig darüber zu erfahren, wie der Angriffskrieg gegen die Ukraine läuft. Die Medien sprechen nur von einer „Spezialoperation“, über die Geschehnisse im Nachbarland wird Propaganda gesendet. Jetzt hat sich ein russischer General im Ruhestand überraschend klar im Staatsfernsehen geäußert. In einem Video, das der BBC-Journalist Steve Rosenberg auf Twitter teilte, ist Mikhail Khodarenok in einer Talkshow des Senders Rossiya-1 zu sehen.

Khodarenok warnt davor, sich „informationell zu betäuben“. Es gebe manchmal Berichte über einen moralisch-psychischen Zusammenbruch in den ukrainischen Streitkräften. „Um es vorsichtig zu sagen: Das ist nicht wahr.“ Vielmehr könne die ukrainische Armee mithilfe der USA und Europas eine Million Menschen mit Waffen ausstatten. Khodarenok hält fest, dass die Situation nicht normal sei und sich „für uns auf jeden Fall verschlechtern wird“.


Video: Russen aus Charkiw zurückgedrängt - Bürger dennoch in Angst (AFP)

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Russland sei geopolitisch „komplett isoliert“, auch die Unterstützung seitens Indien und China sei nicht bedingungslos, so der General. „Die ganze Welt ist gegen uns, auch wenn wir es nicht einsehen wollen. Wir müssen dieses Problem lösen.“ Immer wieder wird Khodarenok von der Moderatorin Olga Skabejewa unterbrochen, die propagandistische Aussagen in den Raum wirft.

So nennt Skabejewa den Westen „aggressiv“ und fragt, wie viele Berufssoldaten in den ukrainischen Streitkräften seien, weil eingezogene Soldaten weniger leistungsfähig sein könnten. Khodarenok wählt seine Antworten offenbar mit Bedacht, lässt sich aber nicht von seiner Meinung über die Stärke der ukrainischen Streitkräfte abbringen. Die Anzahl der Berufssoldaten sei nicht ausschlaggebend für die Professionalität einer Armee, vielmehr gehe es um Training und Moral der Truppe, erklärt er.

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