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„Kandidat zum Anfassen“: AfD-Politiker wirbt auf Tinder um Wählerinnen

Berliner Zeitung-Logo Berliner Zeitung 15.03.2019 berliner-zeitung
Logo der Tinder-App auf einem Smartphone © dpa Logo der Tinder-App auf einem Smartphone

Mit einer ungewöhnlichen und bis dato unbekannten Wahlkampfmethode sorgt der AfD-Europakandidat Jonas Dünzel derzeit für Unterhaltung und Schmunzeln im Netz. Auf Facebook veröffentlichte der 25-Jährige am Dienstag ein Video, in dem der Versicherungskaufmann explizit Wählerinnen ermutigt, ihn über die mobile Dating-Plattform Tinder zu kontaktieren.

Wo sonst Singles auf der Suche nach schnellen oder doch ernsteren Bekanntschaften ihr Glück versuchen, will der auf Listenplatz 27 zur Europawahl im Mai antretende AfD-Politiker auf Stimmenfang gehen – ein Novum der politischen Kommunikation im Wahlkampf.

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„Willkommenspolitik für Kinder“

Im Bett sitzend und mit Kerzenschein im Hintergrund eröffnet er das Facebook-Video mit den Worten „Hey Mädels“, nennt als Grund für seinen Dating-Wahlkampf eine fehlende „Willkommenspolitik für Kinder“ und bezeichnet sich selbst als „AfD-Kandidat zum Anfassen“. Wie Dünzel auch männliche Wähler mit dieser Strategie erreichen möchte, wird in dem Video mit über 700 Kommentaren bei Facebook nicht ersichtlich.

Im Schlussteil der Videobotschaft fordert er interessierte Wählerinnen auf, bei Erscheinen seines Profils in der Dating-App nach „rechts“ zu „swipen“, um anschließend im privaten Chat mit ihm „über die Zukunft Europas“ zu reden. Die Einstellungen der Dating-App bieten Nutzerinnen jedoch auch die Möglichkeit bei Desinteresse an seiner Politik „zum Anfassen“ nach links zu wischen, um einer privaten Nachrichtenkonversation mit dem jungen AfD-Politiker vorzubeugen. (rnd)

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