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„Maybrit Illner”: CDU-Mann geht auf Krawallkurs und schießt sich selbst ins Bein

Berliner Kurier-Logo Berliner Kurier 14.09.2018 berliner-kurier
CDU-Innenpolitiker Philipp Amthor © ZDF CDU-Innenpolitiker Philipp Amthor

Im ZDF-Talk von Maybrit Illner stand er im Mittelpunkt: Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen und seine umstrittenen Äußerungen zu den Protesten in Chemnitz. Thema diesmal bei Illner: „Innere Unsicherheit – schützt unser Staat die Demokratie?“

Innenminister Horst Seehofer stellte sich am Mittwoch nach seiner Anhörung vor dem Innenausschuss des Bundestages hinter den Präsidenten und sagte, dass eine Entlassung gar nicht in Frage käme. 

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Die Koalition braucht den "freiwilligen" Rücktritt Maaßens

Mit seiner Kritik an Maaßen und Seehofer tat sich SPD-Bundestagsabgeordnete Thomas Oppermann in der Sendung am Donnerstagabend (22.15 Uhr im ZDF) besonders hervor. Und ging damit auf Konfrontationskurs zum CDU-Mann Philipp Amthor (25), Mitglied des Ausschusses für Inneres und Heimat.

Den ersten Zoff gab es beim Thema Maaßen: „Als er sich im Bundestag geäußert hat, stand für uns fest, dass es kein Vertrauen mehr in seine Amtsführung gibt”, erklärt Oppermann. Er bekräftigte, dass die SPD seine Entlassung verlange.

ZDF_Illner_Oppermann_14092018 © ZDF ZDF_Illner_Oppermann_14092018

Amthor wies die Vorwürfe gegen Maaßen zurück, sagte sie wären „schlimm”. Und betete Maaßens Rechtfertigungen nach: „Viele Kritiker versuchen jetzt scheinbar, eine politische Rechnung mit ihm zu begleichen.” Er sei komplett „missverstanden worden”.

„Seehofer ist eine glatte Fehlbesetzung”

Später geht es dann um Innenminister Horst Seehofer, Maaßens Dienstherr, für Oppermann eine „glatte Fehlbesetzung”. 

Der SPD-Politiker geht auf den Flüchtlings-Masterplan von Seehofer ein, erklärt: „Wir brauchen sichere Außengrenzen und müssen Fluchtursachen bekämpfen. Wir müssen dafür sorgen, dass Flüchtlinge, die kein Bleiberecht haben, abgeschoben werden. Darum muss sich der Innenminister kümmern.”

Amthor geht auf Krawallkurs

Amthor wirft, ein dass alles im „Masterplan Migration” stehe, der auch von der SPD unterzeichnet wurde. Oppermann wird laut: „Er macht es doch nicht, er redet über Masterpläne, aber er handelt nicht. Er muss handwerklich arbeiten, und nicht an der Spitze des Ministeriums politisieren, die Kanzlerin angreifen und alle möglichen Konflikte schüren. Er soll mal seine Arbeit machen.”

Amthor will daraufhin auf Krawallkurs gehen und krempelt verbal die Ärmel hoch.

„Ich kann der SPD nur sagen: Ich kann ja die Aufregung um eure schlechten Umfragewerte verstehen. Aber indem man Dinge schlecht redet, werden sie nicht besser”, erklärt er lautstark.

Union ist auf Umfragetief

Ein Schuss, der nach hinten losgeht, denn er vergisst: Nicht nur die SPD hat mit schlechten Umfragewerten zu kämpfen, auch die Union ist auf Rekordtief-Kurs. Nach den Vorfällen in Chemnitz verliert die Partei immer weiter an Boden, kommt derzeit auf 30 Prozent. Ihr bisher schlechtester Wert beim ZDF-Politbarometer. 

Die SPD könnte sich dagegen mit 20 Prozent (plus 2) deutlich verbessern, genauso die Grünen mit 16 Prozent (plus 2). Die AfD könnte mit 15 Prozent (minus 2) rechnen.

Am Dienstag geht es weiter

Das weiß auch Oppermann und wirft die Spitze zurück: „Ihre Werte sind ja auch nicht so doll.” Applaus aus dem Publikum.

In der Causa Maaßen geht es am Dienstag weiter. Das Krisentreffen im Kanzleramt, zu dem Merkel am Donnerstagnachmittag die SPD-Vorsitzende Andrea Nahles und Seehofer geladen hatte, brachte keine Lösung.

(mg)

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