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345 Notrufe im Januar: Hunderte Migranten in Belarus baten um Hilfe

Tagesspiegel-Logo Tagesspiegel 23.01.2022

Noch immer verharren an der polnisch-belarussischen Grenze Menschen, deren Ziel die EU ist. Die winterlichen Temperaturen verschlechtern ihren Zustand.

Kinder stehen in einem Flüchtlingslager nahe der belarussisch-polnischen Grenze. © Foto: picture alliance/dpa/XinHua Kinder stehen in einem Flüchtlingslager nahe der belarussisch-polnischen Grenze.

Die Krise um die Migranten an der EU-Außengrenze zu Belarus ist nach Einschätzung polnischer Helfer noch nicht ausgestanden. „In den ersten drei Januarwochen haben uns 345 Menschen im Grenzgebiet um humanitäre, medizinische oder rechtliche Hilfe gebeten“, sagt Monika Matus vom Aktionsbündnis „Gruppe Grenze“ der Deutschen Presse-Agentur.

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Auf der belarussischen Seite warten nach Einschätzung der Hilfsorganisation weiterhin viele Menschen aus Krisengebieten auf eine Gelegenheit, in die EU zu gelangen.


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„Diejenigen, die es jetzt über die Grenze schaffen, sind meist in einem deutlich schlechteren körperlichen Zustand als in den Monaten davor“, sagte Matus. Dies liege am Winterwetter und daran, dass die polnische Seite der Grenze stark bewacht werde und schwer zu überwinden sei.

Seit Monaten versuchen Tausende Migranten, aus Belarus über die EU-Außengrenzen nach Polen oder in die baltischen Staaten zu gelangen. Die EU wirft dem belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko vor, gezielt Menschen aus Krisenregionen nach Minsk eingeflogen zu haben, um sie dann in die EU zu schleusen.

Nach Angaben des polnischen Grenzschutzes haben seit Jahresbeginn 810 Menschen versucht, von Belarus aus illegal die Grenze zu überqueren. Im gesamten vergangenen Jahr registrieren die Grenzschützer knapp 40 000 solcher Versuche. (dpa)

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