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Ahmad Mansour wirft Senat Untätigkeit bei Salafismus und Islamismus vor

WELT-Logo WELT 20.01.2019

Radikaler Islamismus entwickle sich auch deshalb, weil die Politik des Berliner Senats nicht konsequent gegensteuere, sagt Ahmad Mansour. Unter anderem würden in der Al-Nur-Moschee "viele problematische Sachen" passieren.

Ahmad Mansour ist Psychologe, Autor und Islamismus-Experte © picture alliance / dpa Ahmad Mansour ist Psychologe, Autor und Islamismus-Experte

Der Psychologe und Buchautor Ahmad Mansour hat dem Berliner Senat Untätigkeit und Wegschauen bei salafistischen und islamistischen Tendenzen in Moscheen vorgeworfen. Seit Jahren sei bekannt, dass in der Al-Nur-Moschee in Neukölln auch Hassprediger auftreten, sagte Mansour der Zeitung "Tagesspiegel". Dennoch liege seit 2015 ein Verbotsantrag gegen den Moscheebetreiber unentschieden in der Innenverwaltung. "Die (Al-Nur-Moschee d. R.) muss man sich anschauen, da passieren viele problematische Sachen", warnte der Psychologe und Sozialarbeiter.

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Problematische Dinge könnten in Berlin nur passieren, weil Politik und Gesellschaft seit Langem nicht genau hinschauten. Vor allem die Politik steuere nicht konsequent gegen, kritisierte Mansour. So müsse der Koranunterricht in den Moscheen staatlich kontrolliert und viel mehr Arabisch-Unterricht vom Staat angeboten werden.

Viele Eltern seien gar nicht so religiös, sondern wollten nur, dass ihre Kinder ihre Muttersprache beherrschten. "Mehr Angebote einer säkularen Sprachvermittlung, das wäre eine Methode, Kinder aufzufangen", sagte Mansour.

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