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„Bauen, Bauen, Bauen“ – Johnson kündigt milliardenschweres Konjunkturpaket an

WELT-Logo WELT vor 4 Tagen
Die Corona-Krise hat in den Großbritannien die Wirtschaftsleistung drastisch einbrechen lassen Quelle: dpa-infocom GmbH © dpa-infocom GmbH Die Corona-Krise hat in den Großbritannien die Wirtschaftsleistung drastisch einbrechen lassen Quelle: dpa-infocom GmbH

Der britische Premierminister Boris Johnson hat am Dienstag ein milliardenschweres Konjunkturpaket angekündigt, um die von der Corona-Pandemie gebeutelte Wirtschaft in Schwung zu bringen. Kurzfristig will die Regierung demnach fünf Milliarden Pfund (umgerechnet rund 5,5 Milliarden Euro) in den Bau und die Sanierung von Krankenhäusern, Straßen und Schulen stecken, wie Johnson in einer Rede in der mittelenglischen Stadt Dudley ankündigte. Sein Programm für neue Arbeitsplätze sei „Bauen, Bauen, Bauen“, sagte Johnson.

In den kommenden acht Jahren sollen 12 Milliarden Pfund (derzeit umgerechnet rund 13,1 Milliarden Euro) in die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum fließen. Die Regierung sei „entschlossen, diese Krise zu nutzen, um die großen ungelösten Herausforderungen dieses Landes aus den vergangenen drei Jahrzehnten anzugehen“, so der konservative Politiker.

Inspiriert von Franklin D. Roosevelt

Johnson ließ sich dabei nach eigenen Angaben vom „New Deal“ des ehemaligen US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt inspirieren. Dieser hatte in den 30er Jahren den „New Deal“ als Antwort auf die damalige Weltwirtschaftskrise ins Leben gerufen und unter anderem ein umfangreiches Sozialversicherungssystem geschaffen.

In Großbritannien hat die Corona-Krise in den ersten drei Monaten des Jahres die Wirtschaftsleistung drastisch einbrechen lassen. Der Rückgang fiel stärker aus als bisher gedacht, war aber nicht so stark wie der Konjunktureinbruch in der Eurozone. Im ersten Quartal sei das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Quartalsvergleich um 2,2 Prozent geschrumpft, teilte das nationale Statistikbüro ONS am Dienstag nach einer weiteren Schätzung mit. Analysten hatten nur einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um 2,0 Prozent erwartet und damit eine Bestätigung der ersten Schätzung.

Der Einbruch ist der stärkste Rückschlag für die britische Wirtschaft seit der schweren Finanz- und Wirtschaftskrise in den Jahren 2008 und 2009. Der Rückgang fiel allerdings spürbar schwächer aus als in der Eurozone. Hier war die Wirtschaftsleistung im ersten Quartal um 3,6 Prozent gesunken.

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