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Bewaffnete attackieren Luxushotel in Malis Hauptstadt Bamako

dw.com-Logo dw.com 18.06.2017

Ein Regierungsvertreter machte "Dschihadisten" für den Angriff in der Hauptstadt Bamako verantwortlich. Der Überfall dauert offenbar noch an. Über mögliche Opfer liegen noch keine Angaben vor.

Malische Soldaten sichern in Bamako die Zufahrt zum Flughafen © picture-alliance/dpa/M. Kappeler Malische Soldaten sichern in Bamako die Zufahrt zum Flughafen

In Malis Hauptstadt Bamako haben Unbekannte ein von westlichen Ausländern frequentiertes Luxushotel angegriffen. Anwohner berichteten von Schüssen, die auf dem Gelände am Stadtrand von Bamako gefallen seien. Soldaten der malischen Armee und im Land stationierte französische Soldaten eilten zum Ort des Geschehens, wie ein AFP-Reporter berichtete. Über dem Gelände stieg eine Rauchsäule auf, über mögliche Opfer des Angriffs lagen zunächst keine Angaben vor.

Ein Regierungsvertreter machte inzwischen "Dschihadisten" für den Angriff verantwortlich. Die Terror-Organisation Al-Kaida im Islamischen Maghreb (AQMI) und andere extremistische Gruppen sind im Norden Malis aktiv. Sie greifen dort immer wieder UN-Friedenstruppen und malische Streitkräfte an. Aber auch der Süden ist nicht sicher: Im vergangenen September griffen Terroristen das Radisson-Hotel in Bamako an, nahmen 100 Gäste als Geiseln und töteten etwa 20.

Derzeit rund 800 deutsche Soldaten in Mali

Im westafrikanischen Mali sind zahlreiche französische und deutsche Soldaten stationiert. Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich griff im Januar 2013 militärisch ein, um das Vorrücken von Islamisten und Tuareg-Rebellen vom Norden in den Süden Malis zu stoppen und die geschwächten Regierungstruppen zu unterstützen.

Die Bundeswehr ist an dem derzeitigen Stabilisierungseinsatz der UN mit rund 800 Soldaten beteiligt. Im Januar stimmte der Bundestag der Ausweitung des Einsatzmandats auf bis zu tausend deutsche Soldaten zu.

sti/haz (afp, rtr)

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