Sie verwenden eine veraltete Browserversion. Bitte verwenden Sie eine unterstütze Versiondamit Sie MSN optimal nutzen können.

Britische Zeitung berichtet über Mobbing und Rassismus bei „Deutsche Welle“

WELT-Logo WELT 14.01.2020
Bei der "Deutschen Welle" soll es zu massivem Fehlverhalten gekommen sein Quelle: pa/Geisler-Fotop/Christoph Hardt/Geisler-Fotopres © pa/Geisler-Fotop/Christoph Hardt/Geisler-Fotopres Bei der "Deutschen Welle" soll es zu massivem Fehlverhalten gekommen sein Quelle: pa/Geisler-Fotop/Christoph Hardt/Geisler-Fotopres

Beim deutschen Auslandsrundfunk „Deutsche Welle“ (DW), soll es laut einem Bericht der britischen Zeitung „The Guardian“ massives Fehlverhalten gegeben haben. In einem Artikel auf der Webseite der Zeitung erheben Whistleblower aus dem Umfeld der „Deutschen Welle“ schwere Vorwürfe. Mitarbeiter, die die Zustände nicht hinnehmen wollten, seien ignoriert oder zum Schweigen gebracht worden.

Ein Mitarbeiter bezeichnete DW als „Sumpf“: „Die Probleme sind systemisch - sowohl auf journalistischer, politischer als auch auf menschlicher Ebene. Es gibt keine Möglichkeit dieses System von innen zu reparieren.“ Die deutsche Regierung müsse Verantwortung übernehmen und untersuchen was passiere.

Mitarbeiter beschreiben in dem Bericht mehrere Vorfälle unangemessenen Verhaltens. So soll ein Mitarbeiter der arabischen Abteilung einer schwangeren Mitarbeiterin vor den Augen der anderen Kollegen gedroht haben, ihr einen Finger zu brechen. Außerdem habe es im Fernseh-Newsroom in Berlin rassistische Bemerkungen über Schwarze, Juden und Pakistanis gegeben. Ein schwarzer Mitarbeiter sei zudem mit verschiedenen rassistischen Klischees beleidigt worden.

Bereits im vergangenen Jahr berichtete „Die Zeit“ über mutmaßliche Fälle sexueller Übergriffe. Schon damals wurde Kritik laut, dass Vorgesetzte sich nicht hinreichend um die Vorwürfe kümmerten.

Die „Deutsche Welle“ ist der Auslandsrundfunk der Bundesrepublik Deutschland. Sie gehört zwar zur ARD, wird aber nicht mit Gebührengeldern, sondern hauptsächlich mit Steuergeldern aus dem Bundeshaushalt finanziert. 

Mehr auf MSN

Video wiedergeben

| Anzeige
| Anzeige

Mehr von WELT

| Anzeige
image beaconimage beaconimage beacon