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"China ist die größte internationale Herausforderung"

DW-Logo DW 27.05.2022 dw.com

Die Volksrepublik habe die Absicht, die internationale Ordnung umzugestalten, sagte US-Außenminister Antony Blinken in einer Grundsatzrede zur amerikanischen Chinapolitik. Sein Land wolle Kooperation statt Konflikt.

Antony Blinken bei seiner Grundsatzrede an der George Washington Universität © Carolyn Kaster/AP/picture alliance Antony Blinken bei seiner Grundsatzrede an der George Washington Universität

Trotz der akuten Krise durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine sieht die US-Regierung China auf lange Sicht als größte Herausforderung für die internationale Ordnung. US-Außenminister Antony Blinken sagte bei einer Rede in Washington: "Auch wenn der Krieg von Präsident (Wladimir) Putin weitergeht, werden wir uns weiterhin auf die größte langfristige Herausforderung für die internationale Ordnung konzentrieren - und die geht von der Volksrepublik China aus".

China sei das einzige Land, "das sowohl die Absicht hat, die internationale Ordnung umzugestalten, und zunehmend auch die wirtschaftliche, diplomatische, militärische und technologische Macht, um dies zu tun". Blinken äußerte sich in einer Grundsatzrede an der George Washington Universität in Washington DC zur China-Politik der US-Regierung. Die Regierung von Präsident Joe Biden hat von Anfang an einen harten Ton gegenüber Peking angeschlagen und China eine herausgehobene Stellung in ihrer Außenpolitik eingeräumt - als größter Konkurrent der Vereinigten Staaten.


Video: An der Front in der Ukraine: "Wer kann diesen Krieg nur stoppen?" (AFP)

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"Eine der komplexesten und folgenreichsten Beziehungen"

Die USA und China sind die beiden größten Volkswirtschaften der Welt. US-Chefdiplomat Blinken betonte in seiner Rede erneut, China spiele eine wesentliche Rolle in der Weltwirtschaft und bei der Lösung globaler Herausforderungen wie der Klimakrise oder der Corona-Pandemie. Die USA und China müssten miteinander auskommen. "Deshalb ist dies eine der komplexesten und folgenreichsten Beziehungen, die wir heute in der Welt haben."

Blinken beteuerte: "Wir sind nicht auf einen Konflikt oder einen neuen Kalten Krieg aus. Im Gegenteil, wir sind entschlossen, beides zu vermeiden." Die USA wollten mit China kooperieren, wo immer dies möglich sei - und streiten, wo immer dies nötig sei. Er betonte: "Wir haben tiefgreifende Differenzen mit der Kommunistischen Partei Chinas und mit der chinesischen Regierung. Aber diese Unterschiede bestehen zwischen Regierungen und Systemen, nicht zwischen unseren Völkern."

qu/cw (dpa, rtr, afp)

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