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Covid-Krise: Kim Jong Un wirft eigenen Beamten in Nordkorea Faulheit vor

Kölner Stadt-Anzeiger-Logo Kölner Stadt-Anzeiger 18.05.2022 ksta
Kim Jong Un bei einer Sitzung © dpa Kim Jong Un bei einer Sitzung

Der nordkoreanische Staatschef Kim Jong Un hat angesichts des sich verschlimmernden Corona-Ausbruchs seine Beamten scharf kritisiert. Auf einer Sitzung des Politbüros der Regierungspartei am Dienstag sagte Kim laut der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA, die „nicht-positive Haltung, die Nachlässigkeit und die Untätigkeit führender Beamter des Staates“ trage dazu bei, dass der Staat die Krise nicht bewältigen könne.

Das international isolierte Land hatte vergangene Woche erstmals seit Beginn der Pandemie Corona-Fälle vermeldet. Kim ordnete daraufhin landesweite Lockdowns an und befahl dem Militär, das marode Gesundheitssystem zu unterstützen. So sind laut KCNA fast 3000 Militärsanitäter im Einsatz, um die Medikamentenversorgung sicherzustellen.


Video: Nordkorea: Kim Jong-un äußert sich zu den ersten Corona-Infektionen (spot-on-News)

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Mehr als 1,7 Millionen Corona-Fälle in Nordkorea

Die Zahl der bekannten Fälle überstieg laut neuesten Meldungen indessen 1,7 Millionen, die Zahl der Todesfälle gab KCNA mit 62 an. Kim kündigte laut KCNA an, „die gesamte Partei wie einen aktiven Vulkan zu erwecken“, um die Ausbreitung des Virus zu bekämpfen. Wie staatliche Medien berichteten, spendete seine Familie Medikamente, die in der südlichen Provinz Hwanghae verteilt wurden. Kim wolle so seinen persönlichen Einsatz bei der Bekämpfung des Ausbruchs unterstreichen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist „zutiefst besorgt über das Risiko einer weiteren Ausbreitung von Covid-19 in dem Land“, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Er verwies darauf, dass „die Bevölkerung nicht geimpft ist und viele Grunderkrankungen haben, die sie dem Risiko einer schweren Erkrankung und des Todes aussetzen“. (afp)

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