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Den Papst erinnert heutige Fremdenfeindlichkeit an Hitler-Zeit

WELT-Logo WELT 11.09.2019
Papst Franziskus auf dem Rückflug von seiner Afrika-Reise nach Rom Quelle: dpa/Alessandra Tarantino © dpa/Alessandra Tarantino Papst Franziskus auf dem Rückflug von seiner Afrika-Reise nach Rom Quelle: dpa/Alessandra Tarantino

Papst Franziskus hat sich gegen Ausländerfeindlichkeit in Europa ausgesprochen. Viele Reden von populistischen Politikern erinnerten ihn an Hitler-Aussagen von 1934. Fremdenfeindlichkeit sei eine schlimme Krankheit.

Papst Franziskus fühlt sich durch Ausländerfeindlichkeit in Europa manchmal in die Zeit des Nationalsozialismus zurückversetzt. „Manchmal höre ich an einigen Orten Reden, die denen von Hitler 1934 ähneln. Als gebe es in Europa einen Gedanken, (in diese Zeit) zurückzukehren“, sagte das Katholiken-Oberhaupt auf dem Rückflug von Madagaskar nach Rom.

Fremdenfeindlichkeit sei „eine Krankheit, wie Masern“. „Es ist eine Krankheit, die in ein Land eindringt, in einen Kontinent, und wir bauen Mauern“, sagte der Papst. Ausländerfeindlichkeit sei eine Krankheit, um die „Reinheit der Rasse“ zu rechtfertigen. „Und so oft reitet die Fremdenfeindlichkeit auf der Welle des politischen Populismus.“ Franziskus setzt sich seit jeher gegen Rassismus und Ausgrenzung ein. Auch ruft er immer wieder zu Hilfe von Migranten auf.

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Außerdem reagierte der Papst auf Kritik aus konservativen Kreisen in den USA an seinem Pontifikat. „Ich mag es nicht, wenn die Kritik unter dem Tisch bleibt: Sie lächeln dich an, dass du ihre Zähen siehst, und dann verpassen sie dir einen Dolchstoß von hinten. Das ist nicht loyal, das ist nicht menschlich“, sagte Franziskus.

Diese Art von Kritik sei ein wenig wie „den Stein zu werfen und dann die Hand zu verstecken.“ So etwas helfe nur den kleinen Grüppchen, die die Antwort auf ihre Kritik gar nicht hören wollten. Eine loyale Kritik sei dagegen für eine Antwort offen.

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