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Desaströse Werte für die SPD

WELT-Logo WELT 11.02.2019
Die Flagge weht über der SPD-Zentrale in Berlin © Die Flagge über der SPD-Zentrale in Berlin Die Flagge weht über der SPD-Zentrale in Berlin

Nun wird es auch für zwei der letzten erfolgreichen SPD-Politiker eng: Laut einer Umfrage verliert die SPD in Rheinland-Pfalz und Niedersachsen deutlich - trotz guter persönlicher Werte für Malu Dreyer und Stephan Weil.

Eine aktuelle Forsa-Umfrage verzeichnet deutliche Verluste für die SPD in Rheinland-Pfalz und Niedersachsen. Bis zu 10 Prozentpunkte verlieren die Sozialdemokraten gegenüber den Ergebnissen der letzten Landtagswahlen. Demzufolge würde es in beiden Ländern einen Machtwechsel geben.

Das ist umso erstaunlicher, wenn man berücksichtigt, dass die persönlichen Zustimmungswerte für Malu Dreyer, Ministerpräsidentin in Rheinland-Pfalz, und Stephan Weil, Regierungschef in Niedersachsen, eigentlich gut sind: 59 Prozent der Rheinland-Pfälzer sind zufrieden mit der Arbeit von Dreyer, 62 Prozent der Niedersachsen schätzen die Arbeit von Weil positiv ein  Überhaupt gelten die beiden Politiker als zwei der letzten Erfolgsgaranten, die die SPD noch hat.

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Die Bundes-SPD zieht nach unten

Schaut man genauer hin, hängt das schwache Umfrageergebnis auch nicht an den Regierungschefs, sondern vielmehr am Auftreten der SPD auf Bundesebene, wie Forsa-Chef Manfred Güllner erklärt: "Die SPD-Vorsitzende Andrea Nahles wird ebenso wie ihre Partei von den Deutschen nur mit 'knapp ausreichend' bewertet. Dieses schlechte Ansehen zieht auch die Landesparteien nach unten."

In Rheinland-Pfalz wird die Arbeit der gesamten Landesregierung nicht ganz so gut beurteilt, wie die der Ministerpräsidentin. 46 Prozent der Wählerinnen und Wähler sind mit dem Dreierbündnis aus SPD, Grünen und FDP zufrieden. Bei einer Landtagswahl käme die SPD auf 26 Prozent, die CDU auf 31, die Grünen lägen bei 14 Prozent, die FDP bei 7 Prozent, die AfD würde 10 Prozent der Stimmen erhalten und der Linken gelänge mit 5 Prozent knapp der Einzug ins Parlament.

Ähnlich sieht es in Niedersachsen aus: 51 Prozent der Niedersachsen sind zufrieden mit der Arbeit der rot-schwarzen Koalition und stufen sie damit ebenfalls schlechter ein als die Leistung von Stephan Weil. Die SPD käme bei einer Landtagswahl auf 28 Prozent, die CDU auf 30 Prozent und die Grünen auf 17 Prozent kommen. Auf die FDP entfielen 7 Prozent der Stimmen, auf die AfD 8 und die Linke würde mit 5 Prozent knapp den Einzug schaffen.

1010 Wahlberechtigte in Niedersachsen und 1005 Wahlberechtigte in Rheinland-Pfalz wurden vom 1. bis 8 Februar erhoben. Die Statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 3 Prozentpunkten.


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