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Die unglaubliche Pannenserie der Flugbereitschaft

WELT-Logo WELT 11.01.2019
HANDOUT - 07.01.2019, Malawi, Lilongwe: Gerd Müller (CSU, 2.v.r), Bundesentwicklungsminister, am Kamuzu International Airport. Ein defektes Ventil machte einen Start der zweistrahligen Bombardier Global 5000 der Flugbereitschaft damals zunächst unmöglich. Die Reise von Entwicklungsminister Gerd Müller im südlichen Afrika wird am 11. Januar von einer weiteren Flugzeugpanne behindert. Foto: Ute Grabowsky / Photothek/BMZ /dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits +++ dpa-Bildfunk +++ © dpa HANDOUT - 07.01.2019, Malawi, Lilongwe: Gerd Müller (CSU, 2.v.r), Bundesentwicklungsminister, am Kamuzu International Airport. Ein defektes Ventil machte einen Start der zweistrahligen Bombardier Global 5000 der Flugbereitschaft damals zunächst unmöglich. Die Reise von Entwicklungsminister Gerd Müller im südlichen Afrika wird am 11. Januar von einer weiteren Flugzeugpanne behindert. Foto: Ute Grabowsky / Photothek/BMZ /dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits +++ dpa-Bildfunk +++

Die Pannenserie der Flugbereitschaft reißt nicht ab. Entwicklungsminister Müller musste während seiner Afrika-Reise gleich mehrere technische Defekte hinnehmen. Für den Politiker war das besonders peinlich.

Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) haben jetzt eines gemeinsam: Sie mussten beide wegen technischer Probleme mit Flugzeugen der Flugbereitschaft der Luftwaffe auf reguläre Linienmaschinen umsteigen. Müller traf es auf seiner jüngsten Afrika-Reise gleich zwei Mal wegen Defekten an dem kleinen Jet vom Typ Global 5000 des Herstellers Bombardier.

Zunächst blieb das gut sieben Jahre alte Flugzeug am vergangenen Montag in Lilongwe in Malawi liegen. Ein Ventil zur Regelung des Kabinendrucks war defekt. Die Flugbereitschaft schickte zwar umgehend ein dreiköpfiges Technikerteam samt Ersatzventil zur Reparatur los – doch schon passierte das nächste Malheur. Als das Team in Johannesburg in Südafrika umstieg, wurden die Frachtstücke mit dem Ventil und entsprechendem Werkzeug nicht in den Anschlussflieger umgeladen, wie ein Luftwaffensprecher auf Anfrage bestätigte.

Weil die Techniker warten mussten, konnten sie erst am Donnerstag mit der eigentlichen Reparatur beginnen. Minister Müller flog zwischenzeitlich in einer Linienmaschine zu seinen Gesprächen. Nach der Reparatur wurde das Flugzeug der Flugbereitschaft dann von Malawi nach Ndola in Sambia geflogen, wohin der Entwicklungsminister inzwischen weitergereist war.

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Müller kritisiert die Flugbereitschaft

Am Freitag sollte er den Rückflug nach Deutschland mit dem Regierungsjet antreten, doch dann folgte die nächste Panne. Nach Angaben eines Luftwaffensprechers erhielt der Pilot ein Warnsignal auf den "Austritt von heißer Luft". Welche Technik versagt hatte oder um welche Warnung es sich genau handelte, blieb zunächst unklar.

Der ARD-Journalist Martin Polansky twitterte, dass Müller und sein Team bereits in dem Flugzeug saßen, dann jedoch ein Triebwerk zu qualmen begann und die Gefahr bestand, dass heiße Luft beim Start in die Kabine strömen würde. Vor dem Abflug in Sambia hatte Müller noch erklärt: "Bei der Flugbereitschaft muss sich dringend etwas ändern. Dass man drei Tage braucht, um ein Ventil auszutauschen, das kann sich kein deutsches Unternehmen leisten, auch kein Mittelständler."

In Afrika seien die Probleme mit dem Regierungsflugzeug genau verfolgt wurden. ",Made in Germany' hat einen erheblichen Schaden genommen in Afrika", erklärte der 63-jährige CSU-Politiker. Ein dreitägiger Ausfall wegen eines Ventils würde einem afrikanischen Regierungsmitglied nicht passieren. "An der Stelle sind wir eben Entwicklungsland", sagte Müller der ARD.

Pannen bei Regierungsflügen häufen sich

Der Entwicklungsminister hatte auf der Reise in Malawi und Sambia deutsche Unterstützung auch auf dem Gebiet der Entwicklung von technischem Know-how angeboten. Daher waren die Flugzeugpannen besonders peinlich. Der geplante Besuch in Namibia musste komplett gestrichen werden.

Die Flugbereitschaft der Bundeswehr war zuletzt immer wieder wegen gravierender Pannen an ihren Modellen in die Schlagzeilen geraten. Erst Ende November hatte Kanzlerin Angela Merkel ihren Flug zum G-20-Gipfel in Argentinien wegen eines schweren technischen Defekts am Kanzler-Airbus "Konrad Adenauer" abbrechen müssen. Im Oktober hatten Nagetiere diese Maschine während eines Stopps in Indonesien lahmgelegt und Finanzminister Olaf Scholz zu einer Rückreise per Linienflug gezwungen.

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