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Ecuador drängt auf Ende von Assanges Botschaftsasyl

SZ.de-Logo SZ.de vor 4 Tagen SZ.de/dpa/csi
Julian Assange auf dem Balkon der equadorianischen Botschaft in London. © picture alliance/AP Photo Julian Assange auf dem Balkon der equadorianischen Botschaft in London.

• Ecuadors Präsident Moreno sagt, dass Wikileaks-Gründer Assange bei Verlassen der Botschaft nicht in ein Land abgeschoben werden könne, in dem ihm die Todesstrafe droht.

• Er habe von Großbritannien entsprechende Garantien erhalten.

• Damit könne Assange die Botschaft verlassen, so der Präsident.

Nach mehr als sechs Jahren deutet sich ein Ende der Zeit von Wikileaks-Aktivist Julian Assange in der Botschaft von Ecuador in London an. Der ecuadorianische Präsident Lenin Moreno sagte in einem Radiointerview, seine Regierung habe von Großbritannien hinreichende schriftliche Garantien erhalten, dass der Australier nicht an ein Land ausgeliefert werde, in dem ihm die Todesstrafe drohen könnte.

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"Der Weg ist frei für Herrn Assange, die Entscheidung zu treffen, zu gehen", sagte der Präsident. Moreno ließ offen, ob er Assange zwingen werde, die Botschaft zu verlassen. Assanges Anwälte seien dabei, die nächsten Schritte abzuwägen. Der Wikileaks-Gründer ist mittlerweile ecuadorianischer Staatsbürger. 2017 hatte es anscheinend einen Plan gegeben, ihn zum Diplomaten zu ernennen und nach Russland zu bringen.

Assange hatte sich im Juni 2012 in die ecuadorianische Botschaft in London geflüchtet, um einer Verhaftung wegen Vergewaltigungsvorwürfen zu entgehen, die in Schweden gegen ihn erhoben wurden. Die schwedische Staatsanwaltschaft stellte dieses Verfahren im Mai 2017 ein. Assange erklärte immer wieder, er fürchte sich vor einer Auslieferung an die USA, die die Veröffentlichung geheimer US-Dokumente auf der Enthüllungsplattform Wikileaks als Geheimnisverrat ahnden wollten. Dafür könnte er in den USA zum Tode verurteilt werden.

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