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Ecuador: Sprengstoffanschlag mit fünf Toten

DW-Logo DW 15.08.2022 dw.com

Der Andenstaat gerät immer mehr in die Hände des organisierten Verbrechens. In der Hafenstadt Guayaquil starben mindestens fünf Menschen bei Schüssen und einer anschließenden Explosion.

Ermittler der ecuadorianischen Polizei sichern Spuren am Tatort in Guayaquil © Marc Pin/AFP Ermittler der ecuadorianischen Polizei sichern Spuren am Tatort in Guayaquil

"Die Söldner des organisierten Verbrechens, die seit langem die Wirtschaft narkotisiert haben, greifen nun mit Sprengstoff an", twitterte der ecuadorianische Innenminister Patricio Carrillo. "Das ist eine Kriegserklärung an den Staat. Entweder sind wir in der Lage, uns zu vereinen" für den Kampf gegen das organisierte Verbrechen oder "der zu zahlende Preis für die Gesellschaft wird noch höher werden", mahnte Carrillo. Präsident Guillermo Lasso verhängte den Ausnahmezustand.


Video: „Kriegserklärung an den Staat": Fünf Tote bei Sprengstoffanschlag in Ecuador (glomex)

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Das an Kolumbien und Peru grenzende Ecuador ist längst ein zentraler Umschlagplatz für Drogenlieferungen nach Europa und in die USA. Außerdem nutzen mexikanische Drogenbanden Ecuador, um die Gewinne aus ihren illegalen Geschäften zu waschen. Folgerichtig kontrolliert das organisierte Verbrechen immer größere Bereiche des Landes - und die konkurrierenden Banden bekämpfen sich mit immer größerer Härte.

Zunehmende Gewalt

Die Mordrate in dem südamerikanischen Land stieg von 2018 bis heute von sechs auf 14 Morde pro 100.000 Einwohner. Die Gewalt schlägt häufig auch auf Ecuadors Gefängnisse über. Seit Februar 2021 wurden mehr als 350 Insassen ecuadorianischer Haftanstalten getötet.

Die Spuren des Anschlags in Guayaquil © Marc Pin/AFP Die Spuren des Anschlags in Guayaquil

Präsident Guillermo Lasso hatte wegen der zunehmenden Gewalt unter anderem für die Provinz Guayas, deren Hauptstadt Guayaquil ist, im April den Ausnahmezustand ausgerufen. Dort hatte es in den Tagen zuvor Explosionen außerhalb des Gefängnisses und Bombendrohungen in Justizgebäuden gegeben.

rb/ack (AFP, AP, dpa)

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