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FBI-Ermittlungen: "Zwei Millionen für Schmutz" - Trump-Intimus muss Treffen mit Russen zugeben

stern-Logo stern 19.06.2018
Donald-Trump-Berater Roger Stone © AFP/Eduardo Munoz Alvarez Donald-Trump-Berater Roger Stone

Und noch einer: Auch Roger Stone, enger Vertrauter von Donald Trump, hat sich im US-Wahlkampf mit Russen getroffen. Der Mann hatte "schädliche Informationen" über Hillary Clinton für zwei Millionen Dollar im Angebot - doch Stone wollte nicht zahlen.

Wer Roger Stone an seiner Seite hat, weiß: Es wird schmutzig. Seit Jahrzehnten mischt der "Politikberater" die amerikanische Politik auf, meist mit miesen Tricks, meist erfolgreich. 2000 etwa streute er nach der Präsidentschaftswahl das Gerücht, dass ein Mitarbeiter des demokratischen Kandidaten Al Gore bei der entscheidenden Nachzählung in Florida Stimmzettel verschwinden lassen wollte. Die Auszählung wurde abgebrochen und George W. Bush US-Präsident - obwohl Gore der eigentliche Sieger war. Anschließend stritt Stone seinen Einfluss ab, so wie er es immer tut, bis leugnen zwecklos wird. So, wie es auch diesmal wieder war.

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Zwei Millionen für "Clinton-Schmutz"

Laut des FBI hat sich Roger Stone, der langjährige Vertraute von Donald Trump, Mai 2016 mit einem russischen Staatsbürger getroffen. Zwei Millionen Dollar habe der namentlich nicht bekannte Mann für "schädliche Informationen" über Hillary Clinton haben wollen. Doch Stone soll das Angebot abgelehnt haben. Er würde nicht für "politische Informationen" zahlen, schriebt sein Anwalt in einem Brief. Von diesem Treffen war bislang nichts an die Öffentlichkeit gelangt, bekannt wurde die Untersuchung durch die US-Bundespolizei nun durch Briefe des Anwalts an den Geheimdienstausschuss des US-Repräsentantenhauses.

Das FBI ermittelt unter Führung des Sonderermittlers Robert Mueller gegen das Wahlkampfteam von US-Präsident Trump. Im Raum stehen Vorwürfe, dass Russland die Präsidentschaftswahl 2016 beeinflusst habe und dass Mitarbeiter von Donald Trump sich mit Russen abgesprochen haben. Bislang sind mehrere Treffen von Teammitgliedern mit russischen Staatsbürgern bekannt. Etwa ein Meeting von Donald Trump Jr. mit einer Anwältin, bei dem es auch um "Schmutz" gegen Trumps damalige Kontrahentin Clinton ging.

Treffen von Donald-Trump-Mitarbeiter arrangiert

Die jetzt bekanntgewordene Zusammenkunft soll von Michael Caputo arrangiert worden sein, der vor zwei Jahren für Trumps Kampagne gearbeitet hat. Offenbar aber hätten er und Roger Stone geglaubt, dass es sich bei dem Mann um einen FBI-Ermittler gehandelt habe, der versucht hätte, den beiden etwas anzuhängen - was der aber wiederum abstreitet. Stone als auch Caputo wollen das Treffen laut ihren Anwälten schnell wieder vergessen haben. Der Nachrichtenagentur AP sagte Caputo, dass Muellers Ermittler ihn lange zu dem Treffen befragt hätten. "Sie haben mehr gewusst als ich, das hat meine Alarmglocken läuten lassen. Ich dachte - war das ein abgekartetes Spiel?" Das FBI verweigerte einen Kommentar zu der Sache.

Donald Trump kommentierte die Untersuchung auf die ihm eigene Art: Via Twitter schrieb er erneut von einer "Hexenjagd". Sein Anwalt Rudy Giuliani sagte, es sei zwar zu einem Treffen mit dem Russen gekommen, dies habe aber zu nichts geführt. "Wenn überhaupt ist es der Beweis, dass es keine Absprachen gab." Muellers Team könne von den USA bis nach Timbuktu ermitteln und werde trotzdem nichts finden.

Stone hatte das Treffen bei Befragungen bislang nicht angegeben. Offiziell hat er bis 2015 als Berater für Trump gearbeitet, doch inoffiziell steht er Trump weiter zur Seite. Die beiden kennen sich seit sehr vielen Jahren. 

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