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Fridays for Future fordert von neuer Regierung Klima-Sofortmaßnahmen in ersten 100 Tagen

WELT-Logo WELT 20.10.2021
Klimaaktivistin Luisa Neubauer sieht auch die klimapolitischen Pläne der potenziellen künftigen Ampel-Koalition kritisch Quelle: dpa/Thomas Banneyer © dpa/Thomas Banneyer Klimaaktivistin Luisa Neubauer sieht auch die klimapolitischen Pläne der potenziellen künftigen Ampel-Koalition kritisch Quelle: dpa/Thomas Banneyer

Die Klimabewegung Fridays for Future hat von der neuen Bundesregierung weitreichende Sofortmaßnahmen in den ersten 100 Tagen gefordert. Dazu präsentierten Vertreter der Klimabewegung am Mittwoch in Berlin einen Sechs-Punkte-Katalog. Darin werden unter anderem die Beseitigung von Hindernissen beim Ausbau der Sonnen- und Windenergie wie etwa unrealistische Abstandsgrenzen, ein verbindlicher Kohleausstieg bis 2030 und ein sofortiger Abbaustopp gefährdeter Ortschaften in Bergbaugebieten gefordert.

Weitere erforderliche Maßnahmen seien etwa ein „Einbaustopp für fossile Verbrennermotoren“ ab 2025 und ein sofortiger Neu- und Ausbaustopp für Autobahnen und Bundesstraßen, wie die Sprecherin von Fridays for Future Deutschland, Annika Rittmann, sagte.

Luisa Neubauer von Fridays for Future betonte: „Die Zeit der Ausreden ist vorbei.“ Ein „Weiter so“ in ökoliberal ist zum Scheitern verurteilt“. Die notwendige Technik für den Umbau zur Klimaneutralität stehe zur Verfügung. „Wir sprechen nicht von der Begrünung der Regierungsarbeit, wir sprechen von vollumfänglichen Systemveränderungen, die anstehen.SPD, Grüne und FDP wollen am Donnerstag offiziell mit Koalitionsverhandlungen beginnen.

Rittmann erklärte, die neue Bundesregierung habe jetzt einen breiten Rückhalt für eine effektive Klimapolitik. Weitere Forderungen der Klimabewegung sind eine unabhängige Kontrolle aller Gesetze und Infrastrukturprojekte mit Blick auf deren CO2-Ausstoß, die sofortige Beendigung neuer Erdgasinfrastrukturprojekte und ein Erdgasausstieg bis spätestens 2035.

Fridays for Future hat für Freitag zum zentralen Klimastreik nach Berlin aufgerufen, um den Druck auf die künftigen Koalitionäre zu erhöhen.

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