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Geldgeber sagen sieben Milliarden Dollar für Syrien zu

SZ.de-Logo SZ.de vor 5 Tagen SZ.de/AFP/dpa/bkm
Die syrische Stadt Idlib im März nach Luftangriffen. 5,6 Millionen Syrer sind in die Nachbarländer geflüchtet, dazu kommen 6,2 Millionen Binnenvertriebene. © dpa Die syrische Stadt Idlib im März nach Luftangriffen. 5,6 Millionen Syrer sind in die Nachbarländer geflüchtet, dazu kommen 6,2 Millionen Binnenvertriebene.

• Auf der Geberkonferenz in Brüssel haben die Teilnehmer sieben Milliarden Dollar an Hilfsgeldern für Flüchtlinge versprochen.

• Mit dem gesammelten Geld sollen unter anderem Nahrungsmittel, Medizin und Schulbildung für Kinder finanziert werden. Laut UN wären 7,8 Milliarden Dollar nötig gewesen.

• Bundesentwicklungsminister Müller rief die anderen Länder auf, mehr zu tun.

Hilfsorganisationen haben bei einer Geberkonferenz in Brüssel sieben Milliarden Dollar für die Opfer des Syrien-Krieges eingeworben. Der Betrag liegt unter den 7,8 Milliarden Dollar, die laut den Vereinten Nationen zur Versorgung der Millionen Vertriebenen nötig wären.

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Auch Deutschland will seinen Beitrag aufstocken, um 1,44 Milliarden Euro. Entwicklungsminister Gerd Müller rief die anderen Länder auf, mehr zu tun. Es können nicht sein, dass nur zehn Geber 90 Prozent der Hilfe leisteten, sagte er zu Beginn der Konferenz. Im vergangenen Jahr stellte Deutschland 622 Millionen Euro für humanitäre Hilfe bereit. Mit der Aufstockung ist Deutschland der zweitgrößte Geldgeber.

"Es geht zunächst einmal um das Überleben der Flüchtlinge", nicht um den Wiederaufbau des Landes, sagte Müller. Der "politische Prozess" in Syrien müsse von der humanitären Hilfe getrennt werden. Er forderte die EU auf, den Druck auf den syrischen Machthaber Baschar al-Assad zu erhöhen, um eine politische Lösung zu erreichen.

Wegen des Bürgerkrieges sind rund 5,6 Millionen Menschen in Nachbarländer wie die Türkei, den Libanon und Jordanien geflohen. Weitere 6,2 Millionen Menschen flüchteten innerhalb des Landes. Rund 200 syrische Gruppen der Zivilgesellschaft waren auf dem Kongress präsent und erklärten, welchen Gefahren die Bevölkerung in Syrien ausgesetzt ist: Inhaftierung, Zwangseinberufung, Landminen, sowie eine völlig unzureichende Versorgung mit Medizin und Nahrung. Mit dem gesammelten Geld sollen zum Beispiel Nahrungsmittel, medizinische Hilfen und Schulbildung für Kinder finanziert werden.

Von einem Ende des Konflikts ist Syrien noch weit entfernt. Bereits seit 2011 tobt in dem Land der Bürgerkrieg. Erst kürzlich starben dutzende Menschen bei Luftangriffen und Beschuss in Idlib.

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